Die Rohstoffpreise

Manuel H., Sonntag, 10.04.2022, 18:06 (vor 1400 Tagen) @ Waldläufer3586 Views

So hatte vor vielen Jahren mal ein Traditionsbäcker argumentiert und wegen der gestiegenen Weizenpreise sein 30 Gramm Brötchen von 25 cent auf 30 cent erhöht. :-)

Beim Preisverfall wird dann schon mal ehrlicher argumentiert. Ein Pressesprecher einer großen Kaffeefirma wurde mal von der Presse befragt, weshalb die Kaffee-Preise denn angesichts des internationalen Preisverfalls von Rohkaffee nicht sinken. Antwort: Der Rohstoffpreis des Kaffees spielt bei unserer Kalkulation des Endproduktes keine Rolle mehr. :-)

Aber zurück zum Brötchen. Neben ständig steigender staatlichen Auflagen werden die stark steigenden Energiepreise den kleinen Bäckern zu schaffen machen. Denn die stehen in Konkurrenz zu steuerbefreiten international aufgestellten Firmen, die sich außerdem noch jede EU-Subvention zunutze machen können und ihre "Teiglinge" ohne lästige Auflagen zu im Vergleich gaga-Energiekosten in Rumänien produzieren und hierhin importieren.

Wenn aber die Lieferketten reißen und keiner mal eben überraschend 30% der Welternte an Weizen, die Russland nicht mehr exportieren und die Ukraine nicht mehr produzieren kann, durch neue aus dem Hut gezauberte Anbauflächen inklusive Aussaat, Ernte und Transport ersetzen kann, dann wird es schwierig.

https://www.youtube.com/watch?v=kwDXEF44bFk
Sind wirklich die Rohstoffpreise schuld an den Preisen z.B. beim Bäcker?


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung