Don't Panic
Also, ich staune nicht schlecht, wie schnell sich doch die Panik ausbreiten kann. Um dem entgegen zu wirken, braucht es nur ein wenig an logischem Verständnis zu technischen Vorgängen. Klar, ein Studium von Theater- oder Politikwissenschaften ist da eher von Nachteil. Und als Kind sollte man früher mal öfter die Sendung mit der Maus gesehen, nicht die von heute, die sich mit der Geschlechtstransition befassen
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Eine Reduktion 55% bei Erdgas ist zwar drastisch und wird auch dramatische Folgen haben. Zunächst werden aber alle die Betriebe betroffen sein, die z.B. irgendwelchen Pipikram produzieren, da wird es massig Arbeitslose geben, die Spaßgesellschaft wird nicht mehr existieren. Die Lebensmittelindustrie wird man dagegen z.B. weiterhin versorgen müssen.
Privathaushalte scheiden da aber ganz klar aus der Weiterversorgung aus. Man wird die Hähne der Privathalte absperren und verplomben, man darf damit rechnen, dass die Verplombungen stochastisch kontrolliert werden, das wird im Aufgabenbereich der örtlichen Netzbetreiber sein, die ohnehin schon über die notwendige Technik verfügen.
Die Stromversorgung wird man unter allen Umständen aufrecht erhalten müssen. Alleine schon deswegen, um die öffentliche Ordnung nicht zu gefährden. Ich hatte das schon einmal an andere Stelle beschrieben, ohne nahezu flächendeckende Stromversorgung fällt auch die Versorgung mit Lebensmitteln aus, da in dem Sektor ohne IT kein stabiler Warenfluss aufrecht erhalten werden kann. Das hat natürlich einen positiven Aspekt auf die private Kommunikation, die dann auch weiterhin mit minimalen Einschränkungen wie bisher funktionieren wird. Große Versandzentren wird es vermutlich treffen, und zwar solche, die mit wenig Personalaufwand betrieben werden, sind große Stromfresser, die arbeitslose Personal liegt dann der Allgemeinheit auf der Tasche. Jeff Bezos wird es freuen, rechtzeitig die Kurve gekratzt zu haben.
Die Idee aber flächendeckend den Strom abzuschalten, um damit gleichzeitig die Gaszufuhr zu unterbrechen, geht nicht. Die Bevölkerungsdichte in den Städten beträgt oft mehr als das 10-fache des BRD-Durchschnittswertes mit 232/km², Düsseldorf hat 2854/km². Das Leben in den Städten wird dann kein Zuckerschlecken mehr sein, wenn in der Krise der Strom ausfällt und so noch eine größere Krise potenziert.
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Fred