Wie erfolgreich ist so etwas?
Ich hatte in China geschäftlich zu tun, ich wurde sogar von Spitzenleuten aus der Wirtschaftsförderung Deutschlands begleitet. Einer war mit einer gebürtigen Chinesin verheiratet und hatte seit vielen Jahren die Sprache Chinas erlernt.
Er hielt auf einem Empfang dann tatsächlich eine kurze Rede auf Chinesisch, die er über Stunden die Tage vorher im Hotelzimmer eingeübt hatte. Dafür bekam er einen Achtungs-Beifall, weil er die Höflichkeit zeigte, sich um die Sprache zu bemühen. Dass da groß etwas von den Chinesen verstanden werden konnte, bezweifele ich.
Nicht nur, dass es nur das Mandarin ist, das hier erlernt wird, es ist für alle Kantonesen eine komplette Fremdsprache, dort ist aber das wirtschaftliche Zentrum. Sowohl Mandarin als auch Kantonesisch teilt sich fürderhin in ungezählte Dialekte auf. Aus politischen Gründen haben sich die Sprachen des Festland Chinas von denen in Hong Kong und Taiwan kräftig auseinanderentwickelt.
Die chinesische Schriftsprache, die auch die Japaner verwenden, unterscheidet sich erheblich untereinander, auf dem Festland wird ganz anders geschrieben als die Taiwanesen oder die Japaner, die ein aus chinesischer Sicht antiquiertes Kanji nutzen.
Die Schriftzeichenfülle im Chinesischen ist so groß, dass Japaner das gerne zur Statuserhöhung nutzen, also auf ihren Visitenkarten seltene Kanji-Zeichen drucken, um ihren Bildungsstand zu erhöhen. Es ist statuserhöhend, wenn der Empfänger einer Visitenkarte erst mit hochrotem Kopf um eine Erklärung der ihm unbekannten Kanji-Zeichen bitten muß. 
Das Chinesische arbeitet viel mit Tonhöhen, etwas, was uns völlig unbekannt ist. Mir erzählten Festland-Chinesen, dass sie oft Schwierigkeiten hätten, Chinesen nach langen Auslandsaufenthalten zu verstehen, da diese in der Wahl der Tonhöhen mangels Praxis unsicher werden.
Wie da ein realistischer Spracherwerb des Chinesischen im Nebenfach in einer kubanischen Schule funktionieren soll, erschließt sich mir nicht 