Die Situation in der U. ist eben eine total andere als in Frankreichs Kolonialkriegen ..
Sicher ist die Kritik an dem Herrn Gast in soweit gerechtfertigt. Legion der Franzosen war immer nur zu deren Machterhalt, egal bei was eingesetzt ... Es sind und waren immer SÖLDNER!
Dieser Herr Gast mag viel Ahnung von der eingesetzten Waffentechnik oder vom Nahkampf/Häuserkampf haben, aber der Rest von ihm ist sinnloses, äußerst subjektives Gelaber fern der Realität in der Ukraine. Auch hat er keine Ahnung, wie man eine solche Invasion "richtigerweise" zu führen hat, da er niemals in einem Führungsstab gesessen hatte.
Was mir jetzt wichtig erscheint, ist, dass die Russen aus evtl. offensichtlichen militärtaktischen Fehlern schnell lernen .. denn es sieht ziemlich nach einem Debakel aus, selbst wenn sie am Ende "gewinnen". Es wird ein Pyrrhus-Sieg sein - nix außer gigantischen Spesen und weiteren unangenehmen Folgen:
+ https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrhussieg
Was alle einte in ihren Erzählungen ,ist der Respekt vor dem russischen Mensch als Soldat und dessen Leistung und LeidensFähigkeit, gepaart mit nicht wenig Angst.
Ja, aber damals wurde Russland angegriffen und es wurden dort zunächst zahllose Gräueltaten verübt! Das lässt sich mit Heute nicht vergleichen. Die heute beteiligten russischen Soldaten wurden gar nicht aufgeklärt, dass sie in den Krieg fahren, frieren seit Tagen ungewaschen in den Panzern, plündern Geschäfte nach Lebensmitteln usw.. Schau Dir auch die Videos mit den gefangen genommenen Soldaten an, was sie so erzählen und was sie von der Invasion und von Putin halten!! Nirgendwo in der Ukraine werden die Russen freudig begrüßt - im Gegensatz zu den Deutschen damals! Die Zivilisten beschimpfen unablässig die Soldaten auf Russisch, und diese können nichts damit machen.
Die Russen haben es heute mit einem hochmotiviertem Gegner zu tun, der bestens vorbereitet, verschanzt und bewaffnet ist. Dieser Gegner kennt bestens das Gelände, hat sich monatelang vorbereitet, liegt nun für die Russen unsichtbar, braucht sich gar nicht zu bewegen, und besitzt modernste Waffen. Alles was er tun muss, ist warten und schießen, zumal die Russen nur die festen Straßen benutzen können. Die Russen wollten ja im Kolonnenfahren! einen "Blitzkrieg" führen. Die Russen brauchen große Übermacht und beste Taktik, um hier überhaupt eine Chance zu haben.
Nein Nein, das ist die Hölle für die einfachen russischen Soldaten! Die Kampfmoral der vorderen Truppen muss inzwischen zerstört sein - was auch für zunehmende Brutalisierung sorgen wird.
Und wie ich schon schrieb: Man kann mit Kampf- und Schützenpanzern keine intakten Städte erobern .. schon gar nicht, wenn die ganze Zivilbevölkerung sich darin befindet und man diese schonen will. Alles, was man damit tun kann, ist, schnell hineinzufahren und sich dort als Zielscheibe für die Heckenschützen aufzustellen. Genau das geschieht dort.
Wie man das richtig macht, haben die Amerikaner im WK-II vorgemacht: Man gibt der Stadt ein terminiertes Ultimaten, damit Jedermensch die Stadt unbewaffnet verlassen kann, und rollt dann die Stadt von einem Ende her auf: Zuerst Flächenbombardements/-beschuss eines Teils der Stadt, dann vorne Infanterie beiderseits der Straße (eng an den Häusern), um die Häuser zu säubern, erst dahinter die Panzer, um evtl. gegnerische Panzer und Kanonen zu schlagen. Das geht zwar nur langsam, ist aber effektiv.
Wer denn dem W. Putin schon in 2001 bei seiner BundestagsRede genau zugehört hätte, der hätte zumindest ahnen können, wohin westliche Dekadenz, WohlstandsVerwahrlosung geparrt mit Dämlichkeit führen würde.
Ja, aber trotzdem: Der Putin hätte sich m.M.n. auf das Kassieren von Donbass beschränken sollen. Für einen Angriff auf die ganze Ukraine war es doch wohl zu spät. Zudem hatte er die Vorbereitung und die Fähigkeiten seiner Bodentruppen überschätzt; und den Gegner unterschätzt.
Die beste Lösung wäre vermutlich, wenn Putin und seine Minister zurücktreten und verschwinden. Eine neue russischen Führung könnte unbelastet auftreten und verhandeln .. oder weiter kämpfen.
Mit Gruß, Beo2