eine sehr formale Argumentation

Manuel H., Dienstag, 01.03.2022, 07:18 (vor 1437 Tagen) @ CalBaer3454 Views

Formaljuristisch hast Du sicher recht. Im übrigen ist jeder Präventivkrieg formal ein geächteter Angriffskrieg. Sind nun alle Präventivkriege von Dir aufs Schärfste zu verurteilen, also auch die, die Israel durchführte?

Sicherlich wurde und wird unter dem Deckmantel "präventiv" fast regelmäßig ein Angriffskrieg als leider notwendiger Defensivkrieg neu geframed, schon klar.

Illegale Angriffskriege werden auch gerne als humanitäre Intervention larviert, um sie formal gerechtfertigt erscheinen zu lassen, siehe der Überfall Deutschlands mit der Nato auf das souveräne Jugoslawien.

Allerdings hatte Deutschland mit der Nato die Kriegsgründe erlogen und erstunken, was erst hinterher nachweisbar wurde.
Das Morden in den Republiken an den Grenzen zur Ukraine und Russland geht schon seit acht Jahren so und ist von beiden Seiten unbestritten, Verhandlungen haben bislang nur dazu geführt, dass die Ukraine ihre aggressiven Eroberungspläne mit Rückendeckung der EU und der Nato fortführen will und dass sie die Option einer atomaren Bedrohung wählen wird, um ihre Ziele zu erreichen.

Muss man dann aus den von Dir formal richtig genannten Gründen (Angriffskriege sind immer aufs Schärfste zu verurteilen) nun dem Morden zuschauen und abwarten bis eine Bedrohung manifest wird, die dann nicht mehr beherrschbar ist?


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