Bau des neuen antifaschistischen Schutzwalls

Miesepeter, Donnerstag, 06.01.2022, 11:42 (vor 1484 Tagen) @ mh-ing3217 Views
bearbeitet von Miesepeter, Donnerstag, 06.01.2022, 11:47

Russland wird beim Fall des Westens unbeschadet herausgehen. Sie haben die Rohstoffreserven, die der Westen (auch nach dem Fall) wie auch China benötigen, sie haben keine Staatsschulden, sie sind energetisch wie auch ernährungstechnisch autark und können ihre Importe von Industrieprodukten durch Exporte von Rohstoffen finanzieren - wenn der Westen als Abnehmer und Lieferant ausfällt, dann wird eben mit Asien gehandelt. Zur gleichen Zeit aber braucht der Westen die Rohstoffe ebenfalls - er muss also entweder einen hohen Preis bezahlen (der Euro ist in Gaseinheiten im letzten Jahr bereits um 90% gefallen) oder versuchen, die Rohstoffe gewaltsam unter die eigene Verfügungsmacht zu bekommen.

Daher ist Kasachstan ein natürliches Ziel.

Putin wird vermutlich aber keine Ukraine II zulassen wollen.

Das werden die westlichen Strippenzieher auch annehmen. Wenn Putin nun also in Kasachstan offen eingreift, wie er es in der Ukraine lange vermieden hat, dann kann der westliche totale Sanktionskrieg eröffnet werden. Erstes Opfer: Nordstream 2.

Danach wären alle Eskalationen im Bereich des Möglichen, inklusive der Entfernung Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem. Putin hingegen wird, sollte der Westen die ursprünglich für die Ukraine-Invasion angedrohten Sanktionen nun aufgrund des Eingreifens in Kasachstan in Anwendung bringen, vermutlich dann in der Ukraine für klare Verhältnisse sorgen.

Die zu erwartende Folge ist eine weitgehende Entkoppelung Russlands (Russen) von der westlichen Wirtschaft. Russland wird im Westen nicht mehr investieren dürfen, umgekehrt werden auch Westler in Russland nicht mehr inverstieren dürfen. Sollten bestehende Investments enteignet werden, so wird dies ebenfalls beidseitig geschehen. Das Endresultat ist ein neuer antifaschistischer Schutzwall, der verhindern soll, dass Fluchtgelder aus dem grünkollektivistischen Westen einen sicheren Hafen im Osten finden können, oder dass Russland mit seinen Einnahmen aus dem Rohstoffexport zu Spottpreisen kritische Infrastruktur im Westen erwirbt.

Die Angelsachsen verhindern die eurasische Integration, und solange Europa keine eigenständige Poltik im eigenen Interesse betreiben kann, wird es erster Verlierer der Mackinder Geopolitik bleiben.

Zum Troste sei gesagt: auch in der DDR haben die Menschen nicht viel schlechter gelebt als im Westen, sie hinkten nur 1-2 Generationen im Fortschritt hinterher. Also einfach die Ansprüche ein bisschen runterschrauben, dann ist alles in Ordnung.[[top]]

Gruss,
mp


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