Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Sie bittet höchstens mal freundlich um ein wenig Unterstützung.

Miesepeter, Donnerstag, 16.12.2021, 20:21 (vor 1503 Tagen) @ Olivia2657 Views
bearbeitet von Miesepeter, Donnerstag, 16.12.2021, 20:33

Es geht offenbar um weltweiten Menschenhandel mit jungen Frauen und offenbar auch Kindern, die dazu genutzt wurden, "Entscheidungsträger" in Situationen zu bringen, die zur Erpressung dienten. Zudem ging es offenbar um das "Abschöpfen von neuesten Technologien" - Nicht nur im IT-Bereich, sondern auch im Bereich der "Gesundheitswissenschaften", der "Neurowissenschaften" und der "Verhaltenswissenschaften" etc. -

So geht das in diesem Geschäft - seit Jahrtausenden, nichts davon ist neu. Einer der Grossmeister der Branche war Joseph Fouché, der es schaffte, im revolutionären Frankreich die Kontrolle über Geheimdienste und Polizei (und Politiker) sowohl während Robespierres Direktoriat, Napoleons Kaisertum wie auch Louis XVIII innezuhaben, obwohl alle führenden Figuren (über welche er ausgiebig Akten führte) um ihn herum munter guilliotiniert wurden. Wie hat er das geschafft? Stefan Zweig hat ein faszinierendes Buch darüber geschrieben.

Aber nun: das alles wussten Clinton, Gates, Trump und wer da sonst alles noch hinflog auch. Der Journalist Eric Margolis hat berichtet, wie er bei seiner Einladung zu Epstein sofort den Braten roch.

Trotzdem lief der Laden.

Niemand, der in den oberen Ligen mitspielt, lässt sich davon beeindrucken, dass seiner Ehefrau indiskrete Fotos mit jungen Frauen zugeschickt werden könnten. Die haben alle genug Dreck am Stecken und die passenden Ehefrauen dazu. Das ist nicht der Tatort vom Sonntagabend. Der einzige Pfand, den solche Dokumente bieten, wäre die Entblössung in der Öffentlichkeit und damit das offizielle soziale Aus, der Fall aus der oberen Kaste in den Rang eines Pariahs - das gesamte Leben verschwindet dann, es ist ein Todesurteil.

In unserem konkreten Fall hat das Todesurteil aber nicht die herrschaftlichen Gäste erwischt, sondern den kamerabegeisterten Gastgeber. Scheint nicht ganz so einfach zu sein, das Spionagegeschäft, vor allem, wenn man am Ende doch nur ein kleiner Laufbursche ist.

Auch ein H. Weinstein ist nur eine Schachfigur, die sich im Größenwahn sonnte (wohlgemerkt, seine Opfer machten mit). Befriedigt es die Bevölkerung, wenn so ein Molch dann im Gefängnis sitzt. Bauernopfer? Vermutlich. Aber auch Kleinvieh macht Mist.

Dem ist einfach nur seine Grossmannsucht auf die Füsse gefallen. Natürlich hat auch er Feinde, seine Freunde konnten ihn irgendwann nicht mehr halten und haben dann den schwitzenden Fettsack fallengelassen. Der hat sich ersichtlich aufgrund der Macht seiner Hintermänner für unangreifbar gehalten, er war es ja auch eine ganze Weile lang. Seine Führungsoffiziere haben sich mit Sicherheit endlose Male aufgeregt über dieses Verhalten und waren vermutlich froh, als sie ihn endlich abschneiden durften. Jetzt machen andere seine Arbeit.

Gruss,
mp


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung