Die Rolle der ZBanken bei der Preisentwicklung wird weit überschätzt ..
Die maßgebliche Geld(mengen)-, Preis- und Wachstumspolitik wird von den produktiven Unternehmen gemacht: deren Kreditnachfrage und die Verteilung der Einkommen unter den dort direkt beteiligten Teilnehmern (Aktionären, Management & Lohnempfängern) ist und bleibt entscheidend .. für alles! Hinzu kommt noch die Steuer- und die Ausgabenpolitik des Staates, der öffentlichen Hand. An dritter Stelle sind die Zockerbörsen und die zockernden Banken als "relevant" zu nennen. Erst dann endlich spielt die ZB eine bescheidene Rolle.
Die "Geldpolitik" der ZB ist eher eine optische Täuschung, da die ZB immer nur nachziehen/nachlaufen MUSS. Sie ist ja angeblich für die Geldwertstabilität zuständig. Einfach lächerlich!
Diese Wirtschaftsteilnehmer entscheiden über alles, was die Wirtschaft betrifft .. letztlich auch darüber, ob und wieviel Geldmenge nachgeschossen werden MUSS. Die ZB kann die Wirtschaft lediglich "abwickeln" .. nämlich durch sehr grobe Fehler.
Steigende Zinsen sind steigende Kosten der kreditnehmenden Unternehmen: Diese müssen diese Kosten einpreisen (sofern der Kundenmarkt es ihnen abnimmt). Die Folge kann in der Regel nur sein: mehr Insolvenzen und zunächst steigende! Preise .. und weiter: steigende Massenarbeitslosigkeit infolge tendenzieller Rezession. Und erst dann, in weiter Ferne!, fangen die Preise an zu sinken .. mangels aktiver Kaufkraft bei den Lohnabhängigen.
Von Inflation oder Deflation zu reden, hat nur Sinn, wenn man den Warenkorb genau definiert, von dem eigentlich die Rede ist.
Mit Gruß, Beo2