The Lancet: Räumliche Distanzierung geimpfter Delta-Verbreiter (AdÜ: Lager?)
Ob ich das richtig interpretiere?
Geimpfte kriegen Delta und haben 250 mal höhere Viruslast als beim Corona-Originalvirus.
Wenige Symptome, kaum Komplikationen. Daraus schließe ich, dass sie sich frei in der Gesellschaft bewegen und viele anstecken.
Andererseits, falls Ungeimpfte Delta haben und häufiger Symptome entwickeln, würden sie ja wohl eher das Bett hüten und weniger Menschen anstecken.
Müssten nun die Geimpften abgesondert werden, da sie als symptomlose Hyper-Super-Verbreiter eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen?
Bitte um Widerlegung meiner Interpretation.
Ansonsten Long Inventors Benzinpulle.
Zur Übersicht ein kurzer Deepl-Auszug aus dem Lancet-Papier:
Wir untersuchten Durchbruchsinfektionen bei Beschäftigten des Gesundheitswesens in einem großen Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Vietnam. Neben den klinischen Daten wurden demografische Daten, die Impfgeschichte und die Ergebnisse der PCR-Diagnose erfasst. Wir haben (neutralisierende) SARS-CoV-2-Antikörper zum Zeitpunkt der Diagnose sowie in Woche 1, 2 und 3 nach der Diagnose gemessen. Wir sequenzierten die Viren nach dem ARTIC-Protokoll.
Ergebnisse: Zwischen dem 11. und 25. Juni 2021 (Woche 7-8 nach Dosis 2) wurden 69 Beschäftigte im Gesundheitswesen positiv auf SARS-CoV-2 getestet. 62 nahmen an der klinischen Studie teil. 49 waren (prä-)symptomatisch, einer benötigte eine Sauerstoffergänzung. Alle erholten sich ohne Komplikationen. Es wurden 23 vollständige Genomsequenzen gewonnen. Sie gehörten alle zur Delta-Variante und unterschieden sich phylogenetisch von den zeitgenössischen Sequenzen der Delta-Variante, die aus Fällen mit gemeinschaftlicher Übertragung gewonnen wurden, was auf eine kontinuierliche Übertragung zwischen den Arbeitnehmern hindeutet. Die Viruslast der Fälle, die mit der bahnbrechenden Delta-Variante infiziert waren, war 251-mal höher als die der Fälle, die mit alten Stämmen infiziert waren, die zwischen März und April 2020 nachgewiesen wurden. Die Zeit von der Diagnose bis zum PCR-Negativbefund betrug 8-33 Tage (Median: 21). Die neutralisierenden Antikörperspiegel nach der Impfung und zum Zeitpunkt der Diagnose waren bei den Fällen niedriger als bei den entsprechenden nicht infizierten Kontrollen. Es gab keine Korrelation zwischen den durch die Impfung induzierten neutralisierenden Antikörperspiegeln und der Viruslast oder der Entwicklung von Symptomen.
Interpretation: Infektionen mit der Breakthrough-Delta-Variante sind mit hohen Viruslasten, anhaltender PCR-Positivität und niedrigen Spiegeln von impfstoffinduzierten neutralisierenden Antikörpern verbunden, was die Übertragung zwischen geimpften Personen erklärt. Maßnahmen zur räumlichen Distanzierung sind weiterhin entscheidend, um die Übertragung der Delta-Variante von SARS-CoV-2 zu reduzieren.