Das ist eine gute Frage
Kann ich schlecht beantworten. Natürlich sind diejenigen, die an der rum. Schwarzmeerküste von den Touristen profitieren wollen, mit wenig Skrupel behaftet. Zumal es in der rumänischen Sprache auch keinen Begriff für das Wort "Geld verdienen" gibt, im Sinne eines Gegewertes für die erbrachte Leistung. Auch für das Wort "Leistung" kenne ich kein Wort im Rumänischen, was ja Arbeit pro Zeiteinheit bedeutet.
Im Rumänischen spricht man von "Geld machen" oder "Geld gewinnen" (castiga bani), und das ist eigentlich symptomatisch für dieses Verhalten.
Aber um auf Deine Frage zurückzukommen:
An der Schwarzmeerküste existiert eine andere Mentalität, die wissen genau, dass sie nur über den Sommer Geld machen können, 3/4 des Jahres ist dort tote Hose. Das, was sie in den paar Monaten gutmachen, davon müssn sie den Rest des Jahres leben, einschl. aller monatlichen Kosten wie Kredite, Strom, Heizung, etc. Die laufen ja 12 Monate im Jahr auf, diese Kosten.
Ob das nun an allen Urlaubsorten am Schwarzen Meer so ist, kann ich nicht sagen, das mag unterschiedlich sein. Hängt immer vom Klientel und vom Bürgermeister ab.
Als ich im Zug da an manchen Orten vorbeigefahren bin, hatte ich schon manchmal negative Eindrücke bekommen. Z.B. Costinesti, wo sich in erster Linie junge Leute aufhalten, und wo die Tarife billiger sind, aber auch ein Service am untersten Level. Dasselbe sagt man von Vama Veche kurz vor der bulgarischen Grenze.
Sehr wahrscheinlich sieht das in Mamaia anders aus, wo sich hauptsächlich die Geldmagnaten und die VIPs aufhalten. Wo eine Flasche Champagner in der Bar 1000€ kostet, wird es vermutlich sauberer sein.
In den touristisch erschlossenen Gebieten in den Bergen oder an den vielen Seen im Lande, auch an den Stauseen, da ist auch die Bevölkerung anders gestrickt, der dieses Umfeld gefällt. Dort sieht man keinen Dreck, die legen alle Wert darauf, dass die Natur so bleibt, wie sie ist. Vermutlich liegts an der Übervölkerung an bestimmten ehemals attraktiven Orten am Meer wie Neptun, wenn da auch noch ein Bürgermeister ist, dem das Ganze am A. vorbeigeht.