Aus meiner Sicht
Da hast Du mich gründlich missverstanden. Ich habe ja erwähnt, dass sich Ioannidis ausdrücklich für die Wissenschaft in ihrem eigentlichen Sinne stark macht, d.h. den Widerstreit unterschiedlicher Meinungen, wo es keine Mehr- bzw. Minderheitsmeinungen gibt, sondern nur richtige und falsche Aussagen.
Mir hat missfallen, dass er selbst eher im Ungewissen bleibt und bis auf die weit überschätzte Sterblichkeit keinen eigenen Standpunkt vertritt, was die Wissenschaft ja durchaus zulässt. Deshalb wäre er in einer sachlichen und nüchternen Auseinandersetzung, wie es sie leider bis heute nicht gibt, für die Vertreter der verschiedenen Lager kaum als "Zeuge" zu gebrauchen, weil er eben argumentativ nur wenig beizusteuern hat.
Sein "Verdienst" besteht augenblicklich darin, die angeblich so hohe Sterblichkeit deutlich relativiert zu haben, was allerdings ganz offenbar kein Politiker weltweit zur Kenntnis genommen hat.