Du sagst, das Erlassen von Staatsschulden (Anleihen) durch die eigene ZB sei immer schief gegangen. Was ist ein Beispiel?

BerndBorchert, Dienstag, 16.02.2021, 10:17 (vor 1784 Tagen) @ FOX-NEWS2830 Views
bearbeitet von BerndBorchert, Dienstag, 16.02.2021, 10:29

Es sei denn, man würde die ZB-Bilanzregeln ändern. Dann schreibt die Bank ohne Gegenbilanzierung gut, etwas, was dottore Willkürgeld nannte. Kann man machen, geht aber ziemlich bald in die Hose, wenn man den Geschichtsbüchern glauben darf.

Übrigens würde buchhalterisch wohl die Möglichkeit vorgezogen, es mit Gegenbilanzierung zu verbuchen, allerdings hätte man dann bald negatives EK der ZB, das immer negativer würde.

Egal, wie es verbucht wird: Wo hat es das geschichtlich schon gegeben? Ich wüsste konkret kein Beispiel. Z.B. hat es das nach meinem Stand bei der ältesten ZB-Währung Pfund GBP nie gegeben.

Bernd Borchert

P.S. Das geht doch auch nur dann, wenn die eigene Anleihe durch ein Offen-Markt Geschäft durch die ZB erworben wurde, oder? bei den durch Repo-Geschäfte sich in Besitz befindlichen Anleihen der ZB macht es keinen Sinn, oder? (Offenmarkt-Geschäfte gibt es für EUR und USD erst seit ca. 2008, mein Stand)


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