Warum interessiert sich heutzutage kaum jemand dafür?

LLF, Samstag, 13.02.2021, 22:07 (vor 1784 Tagen) @ DT2962 Views
bearbeitet von LLF, Samstag, 13.02.2021, 22:14

Einige Gründe

  • Die Erlebnisgeneration (Geburtsjahr vor 1940) stirbt langsam weg.
  • Heute ist eine Generation an der Macht, die in den 1970er/1980er Jahren mit Horrorfilmen aufgewachsen und dementsprechend abgestumpft ist.
  • Wer nach 1990 geboren wurde, hat keinen Militärdienst geleistet und kennt die Regeln eines Krieges nicht einmal ansatzweise, höchstens vom Computerspiel.
  • Kaum jemand kennt das Leid einer Katastrophe aus eigener Erfahrung (abgesehen von Unfällen)
  • Leid ist konsumierbar geworden. Man kann nach einem Frühstück im Hotel im klimatisierten Reisebus zum KL fahren, dort an einer Führung teilnehmen und sich dann als moralisch besserer Mensch fühlen, ohne die authentischen Erlebnisse (z.B. Kampf uns Essen) des Lagerlebens miterlebt zu haben.
  • Insbesondere diejenigen, die "Nie wieder Deutschland" schreien, haben Deutschland bzw. Europa noch nie verlassen und kennen die Verhältnisse in anderen Ländern nicht.
  • Linke halten sich immer weniger an kulturelle Mindestnormen.
  • US-Amerikanische Konzerne (Facebook, Google, Netflix, Twitter) bestimmen unseren Blickwinkel auf die Welt, was zulässig ist und was nicht (Beispiel Trump).
  • Artikel in englischsprachigen Fachzeitschriften entscheiden darüber, wer in Deutschland Karriere an Universitäten machen darf.
  • US-Amerikanische Konzerne (Amazon, Paypal) entscheiden, ob und wann wir online Geld verdienen dürfen. Geschäfte sind gerade geschlossen.
  • Rechte (Konservative und Liberale) haben sich in den vergangenen Jahren auf Geldverdienen und Konsum konzentriert und die Kultur den Linken überlassen.
  • Deutsche Lieder sind in Schule und Radio mittlerweile verpönt, dies betrifft auch unpolitische Künstler wie Helene Fischer (als Einstiegsdroge für deutschsprachige Musik).
  • Technischer Fortschritt führt zu steigendem Druck auf dem Arbeitsmarkt, dort wird mittlerweile auch nach politischen Kriterien ausgewählt.
  • Mit einem befristeten Job lässt sich kein politisches Engagement vereinbaren.
  • Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch.
  • Drogen wie Marihuana verhindern (wie Alkohol) die strukturierte Verarbeitung psychischer Probleme.
  • Die Bereitschaft zu Konflikten nimmt (mit steigendem Frauenanteil?) ab.

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