Die Gewaltspirale nimmt immer mehr zu, besonders bei der Polizei

helmut-1, Siebenbürgen, Sonntag, 24.01.2021, 10:47 (vor 43 Tagen)3909 Views

Haussuchungen bei Leuten aus der Medizin, die anderer Meinung sind als die von der Regierung, und die dann noch die Frechheit haben, das über Netzwerke zu verbreiten, es nimmt immer mehr zu. Manche verlieren dabei sogar ihre Funktionen, oder sogar ihren Job, der Meinungsterror nimmt zu.

Nun aber wirds auch bei der Polizei immer ärger. Das Video erinnert mich irgendwie an die SA, deren Bekanntschaft ich Gottseidank nicht persönlich gemacht habe. Was mich natürlich wieder dazu bringt, einen lieben Brief zu schreiben. Ich weiß, auch Meph ist der Meinung, dass das nichts bringt. Aber es ist mir danach leichter, und ich denke mir, wenn da immer ein paar hundert Briefe ankommen würden, bei solchen Vorfällen, dann hätte das schon seinen Effekt.

Übrigens, mein Offener Brief an Söder hat die Runde gemacht, also er ist nicht nur an Söder gegangen, sondern an alle Kreis- und Stadtverbände der CSU in Bayern. Hat seine Zeit gebraucht, mehrere Mailadressen hat man erst über umständliches Nachfragen rausbekommen, - bei manchen Kreisverbänden liest man ja nur die Tel- und Faxnummer. Dazu konnte ich immer nur zwei Sendungen täglich (mit ca. 10 - 15 Adressen) wegschicken, mehr ließ mein Server nicht zu (Spam-Schutz). Wenn aber jemand die Liste mit sämtlichen Mailadressen der CSU-Klubs in Bayern haben will, in komprimierter Form, dann schicke ich das gerne zu.

Jetzt schaun ma mal, was da bei den Diskussionen an der CSU-Basis dabei rauskommt, warten wirs mal ab.

Zum Brief an den Polizeipräsidenten von Nürnberg aufgrund des Videos, hier der Original-Wortlaut:

An den Polizeipräsidenten der Stadt Nürnberg
Herrn Roman Fertinger
Polizeipräsidium Nürnberg
gst.internet@polizei.bayern.de

Datum: 24.1.2021
- Vorfall anlässlich einer Amtshandlung in Nürnberg am 22.01.2021

Sehr geehrter Herr Präsident,

Um gleich ins Thema einzutreten, überlasse ich Ihnen den link, der derzeit die Runde macht:

https://www.youtube.com/watch?v=sQ_KFX1t7tw&fbclid=IwAR0CabdQo9260ns0_1mfvf6Z-8-iGW...

Kurz gesagt: Mich interessiert nicht der Grund oder die Umstände, warum diese Polizeiaktion notwendig wurde; ich habe lediglich mit Erschrecken festgestellt, dass ein Polizeibeamter einen Passanten mit dem Knie in die Hoden getreten hat (Min. 0.49 im Video).

Um klar meine Position zu skizzieren: Mein Großvater mütterlicherseits war im Polizeidienst tätig, damals noch mit Motorrad und Beiwagen, mein ältester Sohn war Polizeibeamter, u.a. auch in einer polizeilichen Spezialeinheit, alle meine Söhne haben ihren Militärdienst abgeleistet, - und wir haben eine positive Einstellung zum Wesen und Dienst der Exekutive.

Aber das, was ich in dem Video gesehen habe, das erinnert mich an meine Zeit beim Militärdienst, als ich in einer Kommandoeinheit gedient habe, in der man gelernt hat, den Feind „auszuschalten”, auch ohne Waffen. Die gezeigte Methode war eine derer, die wir im Nahkampf gelernt haben.

Sehr geehrter Herr Präsident, ich bin keine politische Kraft, einfach nur ein Bürger, - und es kann durchaus sein, dass man es nicht für notwendig erachtet, mir auf mein Schreiben zu antworten. Aber für mich ist es sehr wichtig, zu wissen, wohin „der Stecken schwimmt”. Zunehmend werden von „oben” Entscheidungen getroffen, die juristisch und verfassungsrechtlich mehr als fragwürdig sind.

Mein Großvater – väterlicherseits – ist damals im Widerstand umgekommen, und genau aus diesem Grunde habe ich mich intensiv für diese Ära der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts interessiert und informiert. Wenn sich in einer Stadt wie Nürnberg, die das Zentrum der Reichsparteitage war, genauso aber auch die Stadt des Militärtribunals, nun solche Szenen abspielen, dann gibt mir das zu denken.

Für mich stellt sich die Frage, ob es sich um einen Einzelfall gehandelt hat, wobei ein Polizeibeamter die Kontrolle über sein Tun und Lassen verloren hat, oder ob das eine neue Tendenz ist, die toleriert wird. Das ist auch aus den Konsequenzen erkennbar, die möglicherweise nach diesem Vorfall gezogen werden, - oder auch nicht.

Ich warte einfach ab, – und dann wird eine Entscheidung getroffen. Mein jüngster Sohn ist im Großraum Nürnberg im Baunebengewerbe als Vorarbeiter tätig, er fährt auch ständig mit allen möglichen Fahrzeugen in dieser Gegend, aus beruflichen Gründen. Kein Vater hat ein Interesse, seine Kinder in einem Land zu lassen, in dem staatliche Übergriffe und Willkür nicht geahndet werden. Das war schon vor 90 Jahren so, und das ist heute auch nicht anders.

Sicher sind Sie auch Familienvater, und werden mich verstehen.

Mit freundlichen Grüßen


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