Wenn wir schon beim Kuriosen sind, - Grenzübertritte aktuell.
Mein Sohn fährt aus Rumänien mit seinem Auto nach Deutschland, (deutsches Kennzeichen)- die Kontrollen:
RO: Ausweis, Führerschein, Zulassungsschein
HU: Da die nebeneinander an der Grenze stehen, wurden die Papiere nur weitergereicht. Der Ungar wollte den Kofferraum geöffnet haben, - aber nur deshalb, weil mein Sohn den Fahrradhalter mit dem Fahrrad hinten montiert hatte. Der Ungar kannte das System des Umklappens des Fahrradhalters nicht. Als er das gesehen hat, wie das geht, war er zufrieden, - der Inhalt des Kofferraums interessierte ihn nicht.
Irgendwelche Fragen oder Verlangen nach Papieren in Zusammenhang mit der Tante Corona = 0
HU/A: standen nebeneinander, die Grenzbeamten, haben nur die rumänischen oder anderen Fahrzeuge kontrolliert, die österr. und deutschen Nummernschilder wurden durchgewunken.
A/D: standen auch dort nebeneinander, - alle Fahrzeuge wurden durchgewunken. Irgendwelche Hinweise zu irgendwelchen Teststellen am Grenzübertritt der Autobahn waren nicht erkennbar. In einiger Entfernung konnte man einige Container erkennen, - aber es gab keine Zuordnung durch Schilder. Lediglich über der Autobahn war ein Leuchtschild, das darauf hinwies, dass man in dem Fall, wenn man aus Risikogebieten kommt, in Deutschland eine 2-wöchige Quarantäne machen muss.
Dann kam mein Sohn in der Nähe von Nürnberg an. Er wollte, bevor er wieder seine Arbeitsstelle betritt, einen Test in Nürnberg machen, aber das war kompliziert. Da müsste man einen Termin machen, und das Ergebnis kann einige Tage dauern (in RO Freitag morgen Test gemacht, am Samstag abend kam das Ergebnis aufs Mail). Die Summe der Telefonate (sofern man überhaupt bei den einzelnen Behörden durchgekommen ist) zeigte mir klar, dass sich der liebe Herr Söder da übernommen hat.
Der hat da großspurig die Tests angekündigt, sich aber gar nicht zuvor informiert, ob es dafür überhaupt Kapazitäten gibt. Nach meinen penetranten Fragen in den Gesundheitsämtern sowie im Ministerium in München hat sich das für mich herauskristallisiert. O.k., mein Sohn hat dann keinen Test mehr gemacht, er machte ja vor der Abreise aus RO einen Test, und das genügt.
Es geht ja nur darum, dass für den Fall, dass da mehrere Kollegen aus irgendwelchen Ländern aus dem Urlaub zurückkommen, und im Gepäck so ein Virus haben, er nicht für eine evtl. Betriebsschließung aus Coronagründen verantwortlich gemacht werden kann. Ein GaLaBau-Betrieb mit fast 100 Leuten, - und der Chef verlangt von den Urlaubsrückkehrern keinen negativen Nachweis,- genauer gesagt, gar keinen Nachweis. Mein Sohn hat das freiwillig gemacht, - um präventiv über jeden Verdacht erhaben zu sein. Der Chef hat nur vor Urlaubsantritt angekündigt, dass in dem Fall, dass einer nach dem Urlaub in die Quarantäne muss, das nicht vom Betrieb übern gelben Zettel bezahlt wird, sondern als unbezahlter Urlaub gilt.
Mir wäre das auch egal, - infiziert oder nicht, - aber wenn da einer oder zwei zum Arzt gehen und plötzlich als positiv befunden werden, dann kann es nach deutscher Manier sein, dass man den Betrieb zusperrt. Dieses Risiko hätte ich als Betriebsinhaber nicht übernommen.