Bei Frisören ist Land in Sicht

Linder, Freitag, 01.05.2020, 17:01 (vor 2109 Tagen) @ Ulli Kersten4910 Views

Das Ende vieler Frisörläden, insbesondere der Ketten, ist bereits jetzt besiegelt.
Das Sterben wird weitergehen je länger Corona anhält. Einigermaßen Fleißige werden, sofern nicht bereits geschehen, auf Hausbesuche umschwenken, da die Verordnungen dort nicht gelten. Da stellenweise ohnehin zu viele Läden vorhanden sind, stellen die Schließungen kein wirkliches Problem dar, da lediglich das Überangebot aussortiert wird. Nahezu alles was bisher nur von Laufkundschaft lebte, geht gnadenlos unter, übrig bleiben die Alteingesessenen mit stabilem Kundenstamm. Qualität schlägt Quantität, weil treue ihrem Frisör auch treu bleiben, selbst wenn er ein paar € mehr verlangt. Pragmatische, meist Männer, schneiden sich eher selbst die Haare oder lassen dies von der Frau/Freundin erledigen, als dem Billigfrisör einen Zehner extra hinterher zu werfen. Nicht wenige meiner Freunde und Arbeitskollegen sind bereits dazu übergegangen, obwohl sie es sich finanziell locker leisten könnten. In unsicheren Zeiten wird bei solchen Dingen einfach gespart, egal ob es unbedingt sein muss oder nicht.

Dieses Vorgehen wird auch vielen Einzelhändlern das Genick brechen. Sie wissen es teils nur noch nicht, weil die Hoffnung vorherrscht, Corona sei lediglich eine vorübergehende Erscheinung. Nicht einmal Trump oder Putin gedenken ernsthaft die Wirtschaft kurzfristig wieder hochzufahren, somit wird in der EU ebenso nichts dergleichen geschehen. Diese politisch nahezu global und absichtlich herbeigeführte Krise wird binnen der nächsten 1 1/2 Jahre nicht enden, davon bin ich mittlerweile überzeugt. Kaum einer kann sich das vorstellen, gerade deswegen sehe ich es als relativ wahrscheinlich an.

Die USA stehen nicht am Rande einer Depression, sie befindet sich bereits mittendrin. Die EU wird dem logischerweise folgen, denn so war es immer. Sie hält zwar Anfangs ob seiner ausufernden Sozialstaaterei besser durch, wird die Folgen jedoch nicht aufhalten können.
Mag sein, dass Trump Nesara/Nesara, sprich Helikoptergeld noch einführt, was der Bevölkerung vielleicht zusätzliche zwei bis drei Jahre Zeit verschafft, nur wird das der Startschuss zur bedingungslosen Kapitulation des Dollars - und somit aller anderen Fiatwährungen.
Wer mit diesem Tag noch hohe Schulden am Hals hat, kann sich im Grunde bereits den eigenen Sarg zimmern und den Konsum auf Minimalmaß absenken.

Im Bereich der Lebensmittel und täglichen Verbrauchsgüter ist eine weitere Inflation zu erwarten, da aufgrund des Wetters heuer und der letzten zwei Jahre die Ernten nicht allzu üppig ausfielen. Um was der momentan geringe Ölpreis die Erzeugung verbilligt, frisst der gestiegene Preis für Handling und Abwicklung wieder auf. Hinzu kommen Ernteausfälle aufgrund fehlender Erntehelfer.
Bei Luxusgütern wie Möbel, Klamotten, Autos, usw. wird zunächst eher eine Deflation einsetzen, weil die Leute nicht konsumieren können oder wollen. Erst wenn sich flächendeckend Inflation ausbreitet, werden sie dazu übergehend ihr Geld möglichst rasch loszuwerden.
Da Heligeld bzw. bedingungsloses Grundeinkommen auch bei uns seit Jahren Thema war und ist, wird es vermutlich auch kommen, da die Bürger bereits darauf gedanklich konditioniert sind.
Damit ist dann das Ende aller Renten, Pensionen, Fonds, Lebensversicherungen und aller anderen papierenen Versprechen besiegelt. Ob wir uns dann noch in der Stagflation (was alle Preise für Waren und Dienstleistungen betrifft) befinden oder in eine schnöde Hyperinflation gewechselt haben, ist wohl nicht mehr so wichtig, außer für die Banker, welche die Schulden irgendwie ausbuchen müssen.

Für die nächsten Monate und evtl. Jahre gilt es maximal Cash am Start zu haben und den Konsum auf nahezu Subsistenz zu reduzieren. Egal ob Arbeitslosigkeit droht oder um das Geld bei einem erneuten Kursrutsch an der Börse investieren zu können, derzeit lacht Bargeld.

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇


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