Man soll über alles nachdenken und für alles offen sein
Deshalb mache ich mir auch darüber Gedanken, was Du geschrieben hast. Genauso denke ich über das nach, was @mh-ing geschrieben hat:
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=515956
Heute habe ich auch eine interessante Überlegung aus einer ganz anderen Ecke bekommen (ich kenne den Verfasser nicht):
Es könnte sein, dass in Italiens Häfen die Schiffe für die nächste Zeit brach liegen, ... es kann aber auch sein, dass sich Delfine und andere Meereslebewesen endlich ihren natürlichen Lebensraum zurückzuholen dürfen. Delfine werden in Italiens Häfen gesichtet, die Fische schwimmen wieder in Venedigs Kanälen!
Es könnte sein, dass sich Menschen in ihren Häusern und Wohnungen eingesperrt fühlen, ... es kann aber auch sein, dass sie endlich wieder miteinander singen, sich gegenseitig helfen und seit langem wieder ein Gemeinschaftsgefühl erleben. Menschen singen miteinander!!! Das berührt mich zutiefst!
Es könnte sein, dass die Einschränkung des Flugverkehrs für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt,... es kann aber auch sein, dass die Erde aufatmet, der Himmel an Farbenkraft gewinnt und Kinder in China zum ersten Mal in ihrem Leben den blauen Himmel erblicken. Sieh dir heute selbst den Himmel an, wie ruhig und blau er geworden ist!
Es könnte sein, dass die Schließung von Kindergärten und Schulen für viele Eltern eine immense Herausforderung bedeutet,...es kann aber auch sein, dass viele Kinder seit langem die Chance bekommen, endlich selbst kreativ zu werden, selbstbestimmter zu handeln und langsamer zu machen. Und auch Eltern ihre Kinder auf einer neuen Ebene kennenlernen dürfen.
Es könnte sein, dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet,... es kann aber auch sein, dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist. Wir sind zu Marionetten der Wirtschaft geworden. Es wurde Zeit zu spüren, wie wenig wir eigentlich tatsächlich brauchen.
Es könnte sein, dass dich das auf irgendeine Art und Weise überfordert, ... es kann aber auch sein, dass du spürst, dass in dieser Krise die Chance für einen längst überfälligen Wandel liegt,
- der die Erde aufatmen lässt,
- die Kinder mit längst vergessenen Werten in Kontakt bringt,
- unsere Gesellschaft enorm entschleunigt,
- die Geburtsstunde für eine neue Form des Miteinanders sein kann,
- der Müllberge zumindest einmal für die nächsten Wochen reduziert,
- und uns zeigt, wie schnell die Erde bereit ist, ihre Regeneration einzuläuten, wenn wir Menschen Rücksicht auf sie nehmen und sie wieder atmen lassen.
Wir werden wachgerüttelt, weil wir nicht bereit waren es selbst zu tun. Denn es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft unserer Kinder!!!
Bereits zur Jahreswende und auch schon davor habe ich meine Sichtweisen zum heutigen Leben, zur aktuellen Situation aufgeschrieben:
https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=505388
oder auch hier:
https://www.gegenfrage.com/wir-haben-versagt/
Wenn ich diese Betrachtung lese, die ich da übernommen habe, dann kommt mir die Idee, dass sich vielleicht so manches in unserem Leben relativieren könnte. Ein alter Siebenbürger Bauer sagte mir mal, - "Alles ist für was gut". Auf diese seltsame Binsenweisheit bin ich schon mehrmals gestoßen. Vielleicht ist auch Corona für was gut. Gibt es ihn noch, den Phönix aus der Asche?
Wie schrieb so sinnig Max von Schenkendorf im Lied "Wenn alle untreu werden..."
Einst wird es wieder helle in aller Brüder Sinn:
Dann kehren sie zur Quelle in Lieb’ und Reue hin
Wie war das noch mit der Hoffnung? Ach ja, die stirbt ja bekanntlich zuletzt......