Weltwirtschaftskrise der Ende 1920er und 30er

Chrischtl, Samstag, 29.02.2020, 19:36 (vor 2174 Tagen) @ Linder3508 Views

Warum ist das völlig abwegig?

Zur Erinnerung:
Gemäß Wikipedia "Die Weltwirtschaftskrise zum Ende der 1920er und im Verlauf der 1930er Jahre begann mit dem New Yorker Börsencrash im Oktober 1929. Merkmal waren ein starker Rückgang der Industrieproduktion, des Welthandels, der internationalen Finanzströme, eine Deflationsspirale, Schuldendeflation, Bankenkrisen, die Zahlungsunfähigkeit vieler Unternehmen und massenhafte Arbeitslosigkeit, die soziales Elend und politische Krisen verursachte.

Warum soll das nicht wieder eintreten?
Natürlich kann die Zentralbank Geld drucken, aber das bringt nichts, wenn die Leute wegen der Corona-Ansteckungsgefahr sich zu Hause verkriechen und nichts mehr kaufen.

Unser System kann nur funktionieren, wenn der Konsum weitergeht. Viele Firmen und Staaten sind hoch verschuldet. Diese sind nicht zu retten, wenn der Konsumrueckgang 1 Jahr oder länger anhält. Firmen gehen pleite, Kredite werden nicht mehr bedient, Banken brechen zusammen. Ein weiterer Schub der Arbeitslosigkeit bringt die Digitalisierung. Das Kartenhaus kann dann sehr wohl zsammenbrechen.

Ich sehe hier klar die Gefahr, dass es wie vor fast 100 Jahren ausgehen kann.

Der EUR kann von 1,10 auf 1,80 steigen, wenn das Szenario eintrifft. Er ist bei 1,10 nur dann richtig bewertet, wenn die USA richtig brummt und die Zinsdifferenz zu Europa bestehen bleibt. Wenn jetzt 2-3 Zinssenkungen kommen, dann ist diese faktisch weg. Und dann gibt es keinen Grund in den USA sein Geld anzulegen.

Aktuell haben wir einen EUR-USD-Carry-trade, d.h. man verschuldet sich niedrigverzinslich in EUR und investiert in den höher verzinslichen USD-Raum. Wenn diese trades aufgelöst werden, weil Powell die Zinsen senkt, aber Lagarde in Europa nicht tiefer geht, dann fließt sehr viel Geld aus den USA zurück nach Europa. Und der EUR wird aufwerten.


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