Folgen von schuldenfinanzierten kommunale Investitionen
Hallo Plancius,
ich habe leider keine Kristallkugel. Vom Typus her bin ich wohl der advocatus diaboli.
Aber nochmal zu meinem Eingangspost: Ich wünsche Antworten auf die Frage, wie man mit der Frage der Verschuldung begegnet. Macht es für staatliche Hoheitsträger Sinn, sich aktuell zu verschulden, wenn auf der Gegenseite Sachwerte dafür erstellt werden? In der Erwartung, dass die Schulden in absehbarer Zeit für den staatlichen Hoheitsträger sowieso verschwinden.
Das Buch "Der Kapitalismus, ein System, das funktioniert", Autor "Paul C. Martin" erschien im Jahr 1990.
Hättest Du damals gedacht:"Das Ende ist nahe!" wäre Deine Gemeinde irgendwann während der Schuldenexzesse unter Zwangsverwaltung gestellt worden.
Folgendes Szenario (kann fehlerhaft sein, bin kein Jurist!):
Ich glaube, noch kann Deutschland die Verschuldungsexzesse mit Hilfe von Inländern finanzieren.
Das kann sich aber ändern.
Du unterzeichnest Schuldscheindarlehen bei Deiner Sparkasse oder irgendeiner anderen Bank.
Deutschland geht den Bach herunter und Deine Gläubiger werden notleidend.
Eine US-amerikanische Kapitalsammelstelle übernimmt Deine Gläubiger. Die faulen Forderungen gegen Deine Kommune werden dann wirkungsvoll eingetrieben.
Deine Assets (Wasserwerk, Klärwerk, Schwimmbad, Bibliothek, Turnhallen) landen im Besitz der Kapitalsammelstelle.
Der Eintritt im Schwimmbad kostet dann nicht mehr EUR 5,-, sondern EUR 20,-, den kostenlosen Bibliothekszugang gibt es nur noch bei Abschluss eines Jahresabos für EUR 99,-. Wasser- und Abwassergebühren explodieren. Für die Turnhallen müssen die Vereine saftige Mieten bezahlen.
Meine Devise wäre eher "arm aber frei" als zwangsverwaltet.
Wenn alle Kommunen ein Verschuldungsfeuerwerk abbrennen, wäre das für mich der Anlass, genau das Gegenteil zu tun.
Vielen Dank für Dein zeitungsreifes Beispiel zum Thema Förderunwesen!
Dein kompaktes Beispiel ist leider sehr bedrückend.
Gruß
paranoia
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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.