Ist Richard Werner zum Marktschreier verkommen?

tar ⌂, Gehinnom, Mittwoch, 30.09.2026, 09:21 (vor 9 Stunden, 0 Minuten) @ Weiner218 Views

Seine Analyse des Wachstumsschubs durch Setzung und Verteilung von Eigentumsstrukturen (Landreform in Japan ab 1946) ist korrekt. Diese schuf einen unglaublichen Wachstumsschub - wie eben historisch jedwede initiale Setzung und Verteilung von Eigentumsstrukturen, angefangen mit England 1381 und 500 Jahre später im Tigerstaat Deutschland im 19. Jahrhundert.

Werner schweigt jedoch über das Ertragsgesetz, denn 10-20 % Wachstum sind nur in einer Aufhol- oder Wiederaufbauphase möglich (wie in Japan nach dem Krieg oder in China ab den 1990ern). Wenn eine Wirtschaft jedoch technologisch voll entwickelt ist (wie Deutschland oder Japan heute), sind solche Raten physikalisch und technologisch völlig unmöglich - ganz gleich, wie viel produktiven Kredit man ins System pumpt. Es fehlen schlicht die bahnbrechenden Innovationen oder die ungenutzten Arbeitskräfte, um das Geld in reales Wachstum zu übersetzen.

Ich störe mich daher und auch an seinem simplen Narrativ, dass sich da schlicht irgendwelche Bösewichte in Form von Zentralbankern bereichern und das Schlaraffenland verhindern. Gerade er, der als einer der wenigen die Vorgänge bei der Kreditvergabe verstanden haben sollte, plärrt wie all die Mainstream-Narren vom "Geld aus dem Nichts" und vom "Größten Betrug aller Zeiten".

Wie lächerlich ist das?

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Gruß!™

Time is the school in which we learn,
Time is the fire in which we burn.


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