Danke! Gute Zusammenfassung!
Moin eesti,
gute Zusamenfassung!
Wie schon der Vorredner sagte, die Mieten in der DDR waren NICHT kostendeckend.
Die subventionierten niedrigen Mieten waren die "2. Lohntüte".
Bei mir war es immer ausreichend warm und der Putz hatte auch nie gebröckelt, aber das sah jeder etwas anders.
Zweite Lohntüte:
Ja, richtig.
Nur woraus bestand die erste?
Freilich ja auch nicht aus dem gerechten, korrekten Lohn. Wie niedrig der war merkte man an seiner Kaufkraft im Ausland in Kokurrenz zu Jenen, die den besseren angemesseren Lohn bekommen haben.
Ein paar Sachen kenn ich, was offiziell subventioniert war. Nachrungsmittel medizinische Versorgung, ÖPNV.
Ein Kaninchen beispielsweise konnte man aufziehen in die Schlachterei bringen und wieder mitnehmen.
Zum Kaninchen selbst bekam man noch ein paar Mark dazu, weil das lebende Kaninchen teurer, als das geschlachtete war.
Gut, Fahrkosten muss man gegenrechnen und Zeitaufwand.
Es wurde also trotzdem auch zu Hause geschlachtet.
Aber wie genau es im Wohnungbau ausgesehen hat, wäre mal zu hinterfragen.
Die zweite Lohntüte also Auszahlung des tatsächlich vorher höchstselbst erwirtschafteten Mehrwertes.
Vorweg musste der Staat für seine Wohnungen nirgends die Grundstücke erwerben. Die kosteten also Nichts!
Es gab also nur Erschließungskosten.
Aber wenn das auf fahrstuhlfreie 5 Geschosser gerechnet wird, in denen alles optimiert wurde?
Man schaue die Planungskosten.
Die entstanden ein einziges Mal, sowohl für Statiker als Architekten.
Nur ein Bodengutachten musse jedes Mal bezahlt werden.
Haben wir bei einem Neubaugebiet vor der Stadt (Hellersdorf und Äquivalenzen) schon mal eine Reduzierung der Planungskosten um grob 95%.
Man kann der DDR Vieles vorwerfen, aber sicher nicht, dass sie schlecht gewirtschaftet hat hinsichtlich Ausreizung von Optimierung.
Nehmen wir die Pesonalkosten beim Wohnugnsneubau.
Im Vergleich zu heute?
Es gab reine Lehrlingskolonnen die einen 5 Geschosser gebaut haben!
Die Lehrlinge heute bauen nur, um es sofort wieder abzureißen.
Die Anderen versetzten vorgefertigte Platten aus dem Plattenwerk!
10 mal schneller, und billiger als die Handarbeit heute!
Also Personalkosten absolut beim Neubau, schwierig zu sagen, zumal diese auch kaum sozialabgabenbelastet waren, aber auch hier hau ich einen raus und behaupte 90% billiger, als der Stand heute!
Abstrusitäts-Vorschriften, wie heute?
Nada!
Schonwieder 90% Einsparung in dem Bereich!
Fernwärme:
90% billiger, als das was heute geliefert wird (weshalb es auch Unsinn war, über Thermostate zu sinnieren)!
Gesundheit in diesen Wohnungen, weil keiner Heizkosten sparen brauchte:
90% besser (keine verschimmelten Bauteile).
Man lebte also, abgesehen von Espenhain, deutlich gesünder!
Diesen Schimmel erwarb man sich erst mit der Teilwiedervereinigung und dem absurden physikalsich unsinnigen WDVS, mit dem die Fassaden eingepackt wurden.
(Nebenbei, durch die schlagregenverursachte Farbenbiozidauswaschung eine Oberflächen- und Grundwasserverschmutzung ungeahnten Ausmaßes - indirekt also hochgradig gesundheitsschädlich!)
Baustoffe?
Zemet, der billigste Europas (weshalb die DDR auch den kompleten Zement für den Tunnel zwischen Frankreich und England lieferte und es deshalb zu Zement-Liefer- Engpässen in der DDR kam).
E-Installation!
Materialeinsparung 80% (Relaisschaltung).
Installationskosteneinsparung 90%. Keine Kabelschlitze!
Die Plattenbauten waren ausschließlich aus Beton.
Der Kies aus der staatlichen Kiesgrube.
Vorgefertigt in Plattenwerken! Automatisiert!
Kostenreduzierende Mechanisierung und Automatisierung im Neubau in einer Form, davon träumt heute jedes Unternehmen im Westen! Ich kenne welche, die sich daran versucht haben. Chancenlos.
Dadurch vergleicht man heutige "Handarbeit" mit damaliger billiger Maschinenarbeit.
Der Westen kann von Glück sagen, dass es so herum ausgegangen ist. Umgekehrt, wäre die Wohnugsbaubranche im Westen ruiniert gewesen!
Aber da ist man ja grad bei!
Tja und Individualität kostet halt.
Sieht man ja bei den Extras beim Autoneukauf genauso!
Ein Zahnarzt hatte von mir aus 1.200 Mark. Seine Frau genauso. Mieteten dieses Wohnungen mit irgendwas um die 100qm für 120 Mark sind 5%.
Wenn es eine direkte Subvention im Unterhalt gegeben hat, wäre die durch die Teilwiedervereinigung ja weggefallen.
Gab es Mietsteigerungen damit begründet?
Nebenkosten sind ein anderer Schnack!
Als die Hütte also durchaus erkennbar preisoptimiert gebaut stand, stand sie. Fertig!
Faktisch war also das Bauen derart optimiert, dass es locker nur 10% der Kosten an etlichen Stellen im Vergleich zu heute gegeben hat und deshalb logisch bei gleicher Rendite auch nur 10% der Miete erforderlich waren!
Also bei Lebensmittel kenne ich grob die Zahlen. Permanente laufende Kosten als Subvention.
Oder wir finden hier noch einen echten Beleg, wie hoch die Subventionszuwendungen für den Wohnungbau respektive Unterhalt waren?
Vorletzter:
Versicherungskosten:
1/10 (ca.)
Wie ging das?
Weil es halt auch nur 1/10 kostete!
DER ENTSCHEIDENDE -
Letzte Punkt:
Finanzierungskosten? (Zins)
Nada!
Also es geht immens billiger, als hier und heute!
Das heute voll vorfinanzierte 400.000 Euro Haus oder Wohnung (nichts Besonderes).
Wieviel hast Du nach 35 Jahren dann an die Bank zurückgezahlt?
Absolut nahezu das Doppelte.
Inflationsbereinigt ist es zwar nicht ganz so viel, aber eben auch kein Pappenstiel!
Unter dem Strich ist es der schwerwiegendste (Einsparungs-)Faktor! (gewesen)
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Wehrpflicht.
Auch diese ergab eine direkte Subvention, weil Wehrpflichtige direkt für Baumaßnahmen abgetreten wurden (sogenanntne Bausoldaten).
Ich hab mit Einem gesprochen.
Hier muss man einräumen, eines der übelsten und menschenverachtendsten Kapitel der DDR Geschichte und allein darum musste sie untergehen!
Wer solche Politik betreibt, hat seinen Untergang mehr als verdient!
Zusammengefasst.
Ein Einsparungspotential von schier gewaltigem Ausmaß ist also vorhanden!
Mechanisierung und Automatisierung noch gar nicht angesprochen!
Und wir?
Freuen uns, dass wir durch "Eigenleistung" paar Euros sparen können!
Was ist denn Eigenleistung abstrakt gesehen?
Seit Jahrzehnten, der Beleg, für die gescheiterte arbeitsteilige Gesellschaft!
Gescheitert, weil der Spezialist durch staatliche Abgabezwang so teuer wurde, dass man 10 eigene Stunden arbeiten muss, um eine Stunde des "Spezialisten" zu bezahlen!
Wenn ich mein Haus selber bauen muss, mein Essen selber anbauen oder füttern muss, meine Spültabs, Seife, Zahnpasta, Shampoo, selber herstellen muss, meine Gesundheitsfürsorge selbst erledigen muss, mein Moped selbst bauen muss, mein Auto selbst reparieren muss, meinen Kindern das Autofahren selbst beibringen muss, mein Holz selbst im Wald einschlagen muss, meinen Kindern und Enkeln selbst Wissen vermitteln muss - weil alles was ich nicht selber mache, entweder Schrott oder zu teuer ist, dann ist keinerlei Nutzen mehr übrig, wofür die arbeitsteilige Gesellschaft sich einst erschuf!
Also in einer ehrlichen Gesellschaft, würde man mit 18 sein Haus kaufen und es mit 28 incl. beispielsweise mittlerweile präsenten 4 Kindern abbezahlt haben!
Gabs schon oder gibts sogar noch immer - nicht dass Einer sagt, es wäre Fiktion!
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