Das Berliner Fiasko langfristig verfehlter Wohnungspolitik usw.
Hallo,
Es ist z.Zt. davon auszugehen, daß der nächste Berliner Senat aus einer extremistischen Partei angeführt wird unter Beteiligung weiterer Links-Parteien. Es ist erklärtes Ziel, die staatlich gesteuerte Wohnungspolitik zu verschärfen, wobei die bisherige Wohnungspolitik schon für Knappheit auf dem Wohnungsmarkt gesorgt hat.
Angedachte Verstaatlichungen von Wohnungsbaugesellschaften wird den Schuldenstand schwer belasten (da freuen sich die Bayern schon mal, Länderfinanzausgleich), neuer Wohnraum wird damit nicht geschaffen, eher im Gegenteil, werden doch falsche Signale gesendet. (Kurzfristig wird sich dadurch ggf. eine kleine Entlastung ergeben, mittel- und langfristig leider das Gegenteil)
Man muß bedenken, daß Investoren sich 2 x überlegen, in Berlin in den Wohnungsbau zu investieren. Immerhin ist die Durchschnittsrendite in Berlin im dt. und vor allem im europ. Vergleich sehr mager.
Sie liegt bei der Brutto-Rendite bei 3,6%. Die durchschnittliche Netto-Rendite dürfte dann eher in Berlin bei gut 2% liegen.
Im Vergleich größerer europ. Städte liegt Berlin damit auf Platz 118. Oder anders gesagt, man muß "einen an der Waffel haben" in Berlin bei bestehender und kommender Politik in den allgemeinen Wohnungsbau zu investieren. Es gibt bei weitem interessantere und risikoärmere Lagen in Deutschland und Europa.
https://www.numbeo.com/property-investment/region_rankings_current.jsp?region=150
(bei gross Rental Yield City Centre 2 x klicken)
Wenn man weiter bedenkt, daß Bauen in Deutschland ebenfalls viel zu teuer ist, aufgrund hoher Auflagen und unnötigen Standards, sowie einer sehr großen offenen und fordernden Hand des dt. Fiskus.
Schließlich geht jeder 2. Euro der Baukosten direkt oder indirekt an den Staatshaushalt.
So verwundert es nicht, daß Deutschland Mieterland Nr. 1 in Europa ist.
https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Bevoelkerung-Arbeit-Soziales/Soziales-Lebensbed...
Es ist ein grundsätzlicher Wandel in der Wohnungsbaupolitik vonnöten, um das Desaster zu verändern. Es muß wieder möglich sein, daß ein normaler Arbeitnehmerhaushalt sich sein Eigenheim oder Eigentumswohnung bequem leisten kann!
Dafür müssen die Lohnnebenkosten (eigentlich die Hauptkosten) insgesamt deutlich runter, der Steueranteil (MWST auf Bauleistungen runter), der Staatshaushalt rapide abgespeckt werden und natürlich auch die Verwaltungshürden vereinfacht werden, sowie die geforderten Standards stark reduziert werden.
Gruß Dieter
PS: die KI sagte mir, was ich aus pers. Erfahrung nur bestätigen kann:
Beispiel: Wo das Geld eines 500.000 € Bauprojekts landet: Rechnet man die Wertschöpfungskette herunter, ergibt sich folgendes Bild:
- ca. 235.000 € fließen effektiv in echte private Werte (Netto-Materialwerte, Netto-Gewinne der Firmen, Netto-Löhne der Handwerker).
- ca. 265.000 € (ca. 53 %) gehen über direkte Steuern, indirekte Unternehmenssteuern, Lohnnebenkosten der Gewerke und bürokratische Auflagen an den Staat und die Sozialkassen.
Deutschland liegt hierbei mal wieder an europ. Spitze (Staatsanteil beim Wohnungsbau).
(mit Kreativität und guter Planung und Know How, organis. Fähigkeiten, usw) kann man als privater Häuslebauer durchaus den Staatsanteil extrem reduzieren, sodaß der Bau eines Eigenheims wieder gut tragbar wird.)
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Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.