Der Gedanke hat zwei Fehler
1. Sie hatten ja gewonnen. Die Verluste für die Besetzung waren minimal, 250 Soldaten pro Jahr. Die Frage ist aber: Was bringt das außer 100 Milliarden Kosten pro Jahr?
Das wäre in Vietnam nicht anders gewesen.
Ja, Samthandschuhe aus. Bevölkerung von Afghanistan:
![[image]](https://i.ibb.co/FLhTxRvD/1280px-Afghanistan-demography-svg.jpg)
Die UdSSR war näher am Gewinnen dran. Die USA haben noch gefuettert.
2. Ja, man kann einen Genozid machen, um zu gewinnen. Aber das hat andere Nachteile.
Du solltest mal die Kurzgeschichte: "On the Uses of Torture" von Piers Anthony lesen
Zusamenfassung:
Der Mensch wird von den Außerirdischen gefoltert, weil dies in ihrer Gesellschaft der Weg ist, jemanden in die Gemeinschaft aufzunehmen und ihm Ansehen zu verleihen. Er empfindet die Behandlung zunächst als abscheulich. Doch nachdem er sie überlebt und von den Aliens akzeptiert wird, verändert sich seine eigene Psyche grundlegend. Er übernimmt ihre Werte. Am Ende lehnt er sogar ein für die Menschheit vorteilhaftes Abkommen ab, weil er nun die Perspektive der Aliens teilt. Noch verstörender: Er möchte, dass auch seine Geliebte dieselbe Folter durchmacht – und sie möglichst noch besser besteht als er –, weil er das inzwischen als höchsten Ausdruck von Würde, Liebe und Zugehörigkeit ansieht.
Die eigentliche Aussage ist also nicht "Folter ist nützlich", sondern das Gegenteil:
Extreme Erfahrungen können die moralische Identität eines Menschen zerstören und durch eine neue ersetzen.
Der größte Erfolg einer Kultur besteht nicht darin, jemanden zu besiegen, sondern ihn dazu zu bringen, ihre Werte freiwillig zu übernehmen.
Der Protagonist verliert nicht sein Leben – er verliert seine Menschlichkeit.
Das macht die Geschichte so verstörend: Am Ende ist die Folter vorbei, aber ihr eigentliches Ziel wurde erst dann erreicht. Die körperlichen Schmerzen waren nur das Mittel. Das eigentliche Ergebnis war die Transformation seines Wertesystems.