Treibstoff, Düngemittel und Zeit. Lieber PV als Ochse
Mit PV läßt sich keine Fräse betätigen.
Sicher gibt es noch die Möglichkeit wie früher mit Pferd, Maultier oder Ochsen den Acker zu bearbeiten
Nicht jeder hat guten Boden in ausreichender Größe zur Verfügung. Düngen und Humus hilft, aber auch der kostet mehr.
Hallo Dieter,
in einem uns beiden bekannten Land sitzt das Geld nicht so richtig locker. Es gibt durchaus Überlegungen, PV zu nutzen statt eines Ochsen und vor alle Dingen statt teurem Diesel und der entsprechenden Maschine. Dem gegenüber wirkt die landesübliche Sitte des "Das kann nie funktionieren", dem die große Mehrheit zustimmt.
Bei der Überschrift Gartenbau denke ich an a) den sich selbst versorgenden Nutzer eines sehr großen Gartens b) den Anbauer von Gemüse als Einkommensquelle.
Nicht an große Landwirtschaft.
Ich habe Kontakt zu Projekten, die mich an meine Jugend erinnern, als ich in der Baumschule die Aufgabe hatte, das ordentliche Aufrollen des Seiles auf eine Winde zu überwachen, die einen Pflug zog. Viel weniger Energie, als außer dem Pflug auch noch einen schweren Traktor über den Acker zu bewegen.
Da wird halt überlegt, dass man eine Motorwinde durchaus elektrisch betreiben kann und den Strom mit PV gewinnen, wenn man genug Zeit hat. Für den Kartoffelanbau wohl nicht geeignet, aber es gibt ja auch Leute, die auf kleiner Fläche hochwertige Sachen anbauen.
Zum Dünger kann ich mich aufgrund meines hohen Alters erinnern, dass früher zwar auch tierischer Dünger genommen wurde, die kleinen Selbstanbauer aber einfach das genutzt haben, was neben dem Garten in Mengen wuchs, z.B. Brennesseln als Jauche. Mit Super-Erfolg. Dieser Kreislauf der Natur wird heutzutage durch Einsatz von Technik und Gift zum großen Teil unterbrochen.
Wenn diese kritische Phase im Hinblick auf Dünger und Treibstoff dauerhaft sein sollte, dürften solche Sachen für manche interessant werden. Dank der billigen PV aus China habe auch ich meine Meinung geändert und werde sowas in Betracht ziehen.
MFG
Ankawor