Ich bin nicht sicher, daß Trump wirklich einen klaren Fahrplan verfolgt. (mT)
Was man über die letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte gesehen hat,
ist ein erratischer, von kurzfristigen Emotionen getriebener extremer Narzißt,
der im Moment aus dem Bauch heraus entscheidet.
Psychologisch gesehen ist er auf dem Stand eines 4- oder 5-jährigen Kindes im Sandkasten stehen geblieben. Delayed gratification, DAS Unterscheidungsmerkmal zwischen hohen und niederen Zivilisationen, gibt es bei ihm überhaupt nicht. Er möchte alles sofort haben und wenn der kurzfristige Trieb befriedigt ist schmeißt er das Spielzeug in die Ecke.
Wer spricht jetzt noch von Venezuela?
Hätte er sich 2-3 klare Ziele gesetzt, die er wirklich durchsetzt, wie zB Venezuela mit seinem Öl und dem Einfluß in Südamerika, Kuba, das kurz vor dem Zusammenbruch steht, zurückholen, dann hätte er in der Tat ein "American Century" schaffen können als seine legacy und den gesamten amerikanischen Kontinent unter US Kontrolle bringen können. Das hätte ihm langfristig eine sehr starke Position eingebracht.
Weil er aber diesen Plan nicht hatte und wie ein Kind im Toys-R-Us Laden mal hier und mal da spielt, hat er sich verzettelt.
Hätte er jedoch gesagt, alles klar, wir fokussieren uns auf den mittleren Osten und holen uns das iranische Öl, zusammen mit Israel, dann hätte er mit seinen Generälen und mit den NATO Partnern einen klaren Schlachtplan entwickeln müssen und durchziehen müssen.
Weltpolitik kann man jedoch nicht erratisch und chaotisch gegen Schachspieler und langfristige Planer wie Putin und Xi Xinping durchziehen, die auch noch die globalen Ressourcen- und Energieströme dominieren.
Trump hat während seines Lebens bewiesen, daß er fast alle seine Projekte in den Sand gesetzt hat, außer "The Apprentice". Fast alle seine Unternehmungen sind gescheitert, aus genau den oben genannten Gründen, weil er kein langfristiger Denker ist und nicht die Balls hat, einen Plan langfristig zu verfolgen und durchzuziehen.
Man könnte auch noch "Presidency" als "Erfolg" verkaufen, aber es ist die Frage, was er daraus macht. Kann sich der Trump-Clan Milliarden sichern und die Familie durch Korruption auf Sicht von Jahrzehnten in den oberen 100 in den USA positionieren?
Wenn ja, dann wäre er zumindest für sich und die Seinen "erfolgreich" gewesen. Man muß sich dann fragen, zu welchem Preis.
DT