Vielen Dank für den Videolink zu Walter Eichelburg
Ich habe damals tatsächlich immer mal wieder bei hartgeld.com vorbeigeschaut. Muss aber gestehen, dass mit WE schon etwas obskur war. Vielleicht an mancher Stelle etwas übers Ziel hinausgeschossen. Es blieb bei mir immer so ein Gefühl von "ein bisschen durchgeknallt ist er schon". Aber dies bitte nicht falsch verstehen.
Die beiden Videos haben mir WE etwas menschlicher und sympatischer werden lassen. Vor allem unglaublich, wie sich seine Aussagen, die damals definitiv "gefühlter Irrsinn" waren, heute bewahrheiten. Im Jahr 2012 war der Unzenpreis im Schnitt 1.600$. Auf die Frage, wo er die Unze sieht (Gold wäre ja schon gut gelaufen...), wenn es crasht, sagt er ganz locker (der Reporter quatscht da noch rein): "Bei fünzehntausend." (Oder sagt er gar fünzig?) Dem Zehnfachen des damaligen Preises.
Jedem Systemmenschen, der sich damals halbwegs bei Verstand wähnte, musste darauf mit Kopfschütteln und Schulterzucken reagieren. Aber jetzt passiert es. WE sagte auch: 1% Umschichtung des weltweiten Anlagevermögens genügt, und der PoG geht durch die Decke und es crasht. Scheint, dass wir das gerade alle bezeugen.
Was ich mich frage: Wann wacht die Herde auf? Die Entwicklung der PMs läuft ja im Grunde gerade in einer Parallelwelt ab. Es wirkt sich noch nicht auf den Alttag aus. Daher könnte man das immer noch als eine Privatparty abtun. Die Edelmetallspinner halt; okay, jetzt werden sie gefühlt immer reicher mit ihren Penunzen; aber sind halt trotzdem Spinner. Und die Edelmetallpreise werden crashen, alles nur Illusion; und dann wird alles wieder so sein, wie es war.
Vielleicht dieses Mal aber auch nicht.
Der richtige Umschlag (ich vergleiche das gerne mit einer Titration: der letzte Tropfen, und dann geht es ganz schnell) wird kommen, wenn die Preise in den Läden klettern und klettern. Dann beginnen sich die Leute zu fragen, was ihr Euro denn überhaupt noch wert ist, warum niemand etwas dagegen unternimmt, was aus ihren Ersparnissen wird. Dann geht es erst richtig ab.
MI