Was haben die Bürgermeister in Berlin falsch gemacht und was hätte man sofort tun müssen?( perplexity.ai)
Was haben die Bürgermeister in Berlin falsch gemacht und was hätte man sofort tun müssen?
Überprüft 10 Quellen
Kurz: Die Berliner Politik (Senat + Bezirke) ist in den Blackout gegangen, ohne funktionierenden Katastrophenschutz: Zuständigkeiten unklar, kaum vorbereitete Krisenstäbe, schlechte Kommunikation mit der Bevölkerung. Sofort nötig gewesen wäre ein harter „Katastrophenmodus“ mit klarer Führung, sichtbarer Präsenz vor Ort und redundanter Versorgung für die Schwächsten.
Was lief schief?
Katastrophenschutz strukturell marode
Rechnungshof-Bericht 2025: Von 37 zuständigen Behörden wussten fünf nicht einmal, dass sie Teil des Katastrophenschutzes sind; viele hatten keinen Krisenstab, zentrale Vorgaben des Gesetzes wurden nicht erfüllt.
Ehrenamtliche Helfer sprechen von „organisierter Unzuständigkeit“, fehlendem Fachpersonal, Überforderung der Feuerwehr – mahnende Hinweise wurden „weggeatmet“.
Fehlende Redundanz und Schutz der Infrastruktur
Eine einzige Kabelbrücke/Netzknoten konnte durch einen Brandanschlag 45–50.000 Haushalte plus 2.000 Betriebe und kritische Infrastruktur (Pflegeheime, Kliniken) tagelang lahmlegen – offensichtliche fehlende Netz-Redundanz und mangelhafter physischer Schutz kritischer Punkte.
Schwache, teils absurde Kommunikation
Betroffene wurden teilweise per SMS auf Internetseiten verwiesen – in einem Gebiet, in dem Strom/Netz teilweise ausgefallen waren.
Unterschiedliche Botschaften von Senat, Bezirken, Netzbetreiber; Bürger hatten kein klares Bild, wo Hilfsangebote (Wärmehallen, Wasser, Infos) sind.
Was hätte man sofort tun müssen?
1. Zentrale Einsatzleitung aktivieren (echter Krisenstab)
Sofortige landesweite Aktivierung eines voll besetzten Krisenstabs mit klarer Führungsstruktur (Regierender Bürgermeister + Innen-/Wirtschaftssenatorin + Bezirksbürgermeister + Netzbetreiber + THW/Bundeswehr), nicht nur „Koordination auf Zuruf“.
Tägliche, feste Lage-Briefings und verbindliche Prioritäten: zuerst Krankenhäuser/Pflegeheime, dann Trinkwasser, dann Wärmehallen, dann Einzelhandel.
2. Physische Anlaufstellen und Wärmeinseln massiv ausbauen
Katastrophenschutz-Leuchttürme (Feuerwachen, Schulen, Turnhallen) in jedem betroffenen Kiez als klar kommunizierte Orte für Wärme, Infos, Notruf, medizinische Basisversorgung; nicht nur in wenigen Punkten, sondern flächendeckend im Südwesten.
Mobile Einsatztrupps (THW, DRK, Johanniter, Bundeswehr) mit Lautsprecherfahrzeugen durch die Viertel schicken, um analog zu informieren (statt nur Presse/Internet).
3. Redundante Notstrom- und Versorgungslogistik hochfahren
Frühzeitiger, großzügiger Einsatz von Notstromaggregaten für: Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Supermärkte, Tankstellen mit Prioritätslisten – nicht stückweise und „im Zeitplan“, sondern im Modus „alles, was da ist, geht nach Südwest“.
Parallel Trinkwasser-, Brennstoff- und Lebensmittel-Distribution an definierten Ausgabeorten (zusammen mit Wärmehallen), überwacht von Polizei/BOS, um Unruhe zu vermeiden.
4. Schutz & Redundanz der kritischen Infrastruktur sofort verstärken
Nach dem ersten ähnlichen Vorfall im September 2025 hätten verwundbare Stromnetzpunkte (Kabelbrücken, Umspannwerke) physisch gesichert (Zäune, Video, Alarm) und redundant verschaltet werden müssen; die erneute Sabotage zeigt, dass hier politisch verschleppt wurde.
Sofortige Risikoanalyse aller vergleichbaren Netzknoten in Berlin/Bundesgebiet und ad-hoc-Schutz (Bundespolizei/BSI/Zivilschutz) anordnen.
5. Ehrliche Kommunikation statt Beschwichtigung
Klar sagen: „Das ist eine Großschadenslage/Terroranschlag, wir rechnen mit X Tagen Ausfall, bitte bereiten Sie sich auf Y vor; diese Hilfsangebote existieren heute/hier.“
Keine „wir sind im Zeitplan“-Floskeln, während Zehntausende in Kälte sitzen; das zerstört Vertrauen und fördert Eigenmaßnahmen (teils riskant, z. B. Heizstrahler, Generatoren im Innenraum).
[06.01.2026 21:53]
In Summe: Fehler waren jahrelange Vernachlässigung des Katastrophenschutzes, fehlende Redundanz im Netz und ein zu zögerlicher, behördenzentrierter statt bürgerorientierter Krisenmodus. Sofort nötig gewesen wären ein harter, zentral geführter Katastrophenmodus, flächendeckende physische Hilfeangebote und ehrliche, analoge Kommunikation
Gruß
Illusion