Plünderungen, Inkompetenz, Chaos...
...sind der Normalzustand in failed states und Entwicklungsländern. Dass wir mit großen Schritten in diese Richtung unterwegs sind, wird m.E. immer offensichtlicher.
Ja, es gab im Ahrtal auch Plünderungen, dort ist ja soviel schief gegangen an Planung, Finanzierung, Vorwarnung, Baurecht, dass man sich nicht darüber wundert, dass es mit der Absicherung auch nicht klappte. Einige wurden aber zumindest geschnappt, ich zitiere mal:
Das NRW-Justizministerium hat einen Bericht zu den Straftaten in den Flutgebieten herausgegeben: Über 600 Eigentumsdelikte wurden 2021 registriert. Fast 200 Tatverdächtige hatten keine deutsche Staatsbürgerschaft.
Die AfD hat eine große Anfrage gestellt, die sich mit den Straftaten, die in den Flutgebieten begangen wurden, befasst. In der Antwort des Justizministeriums steht, dass in der Zeit vom ersten Tag der Katastrophe, dem 14. Juli 2021, bis zum Jahresende 1057 Delikte, die in Zusammenhang mit der Flut standen, registriert wurden. Noch nicht einmal die Hälfte konnte aufgeklärt werden.
Insgesamt fallen in diese Liste auch 632 Eigentumsdelikte. 1,8 Millionen Euro Schaden ist dabei laut Ministerium entstanden. 275 Tatverdächtige konnten ermittelt werden, 196 von ihnen hatten nicht die deutsche Staatsbürgerschaft.
Wohlgemerkt handelt es sich bei den Ermittelten um Tatverdächtige, nicht um verurteilte Straftäter. Von den rund 1.100 Straftaten, die 2021 im Zusammenhang mit der Flut gezählt wurden, mündeten 54 in einer Anklage, 48 Urteile wurden gefällt und 56 Strafbefehle sind ergangen. In über 800 Fällen wurden Verfahren aber eingestellt.
Die meisten Straftaten wurden im Juli 2021 und damit unmittelbar nach der Flut verzeichnet. Das Justizministerium berichtet, dass die Täter die unübersichtliche Situation ausgenutzt hätten und zum Beispiel in Häuser eingedrungen seien, die als Folge der Flut frei zugänglich waren. Befanden sich Menschen vor Ort, entschieden sie sich in der Regel gegen eine Tat. Nur in wenigen Fällen wurden hochwertige Gegenstände wie Baumaschinen, Notebooks oder Schmuck aus verschlossenen Räumen geklaut, indem zum Beispiel Türen aufgebrochen wurden. Das Ministerium sieht auch keine Hinweise auf Organisierte Kriminalität oder Bandendiebstahl.
https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/straftaten-in-flutgebieten-pluenderungen-...
Das machte den Grünen anscheinend große Sorge, also nicht die Plünderungen, sondern dass die AfD darüber Informationen einholte:
"Unter TOP 10 befasst sich der Innenausschuss auf Antrag der Fraktion der AfD mit dem Thema „Plünderungen in Hochwassergebieten“.50 Die Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN beantragte einen Bericht zum Thema Instrumentalisierung der Hochwasserkatastrophe“, mit dem sich der Ausschuss unter TOP 11 befasste."
https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-16930.pdf