Das mag alles stimmen, aber es betrifft mich nicht.

helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 29.06.2024, 11:34 (vor 23 Tagen) @ Dieter959 Views
bearbeitet von helmut-1, Samstag, 29.06.2024, 11:50

Warum:

Ich hab keine Ahnung, warum so viele Leute auf dieses Olivenöl schwören. Vielleicht, weil sich der Name so schön ausspricht, wie "Olivia"?

Ja, ich sorge auch auf meine Gesundheit, aber mindestens genauso wichtig ist mir meine Gourmet-Eigenschaft.

Und damit kommen wir zum Öl:

Wenn es Leute gibt, die heute noch mit gepresstem Öl (egal, was es auch ist) ihr Fleisch braten, dann bekommen sie es von mir schriftlich, dass sie in Chemie geschlafen haben. Wir haben das noch gelernt, dass z.B. beim Erhitzen von Sonnenblumenöl die Molekularketten bei ca. 170 - 180 ° platzen, was dann diese braunen Ränder am Rand in der Pfanne verursacht, die für alles Mögliche verantwortlich sind, - vom Dünndarm, bis zum Pankreas. Deshalb wissen wir, dass es bereits sinnvoller is, mit Schweineschmalz zu braten (hat eine Resistenz bs ca. 500°) aber wir bevorzugen das Pflanzenfett in der 1 Kg- Kartusche, das man für 3 Euro bekommen kann. Das ist bis 700 oder gar 800 ° resistent.

In Rumänien ist das ein Standard, mit dem billigen Sonnenblumenöl alles zu kochen und zu braten, deshalb sich sie auch Weltmeister in der Europäischen Liga der Diabetiker.

Ich hab mal neben einem ägyptischen Restaurant gewohnt, wo man die Vögel (ich weiß nicht, was das war, aber kleiner als Tauben, vielleicht Wachteln) prinzipiell in Olivenöl gebraten hat. Ich konnte nach einer Zeit diesen Gestank nicht mehr aushalten.

Nun zu meinen Anschauungen:

Ich verwende das Öl niemals zum Braten, sondern nur für ganz spezielle Speisen, wie z.B. Salate, Maionaisen, sowie gewisse Vorspeisen mit Meeresfrüchten. Dafür sind mir als Österreicher mehrere Öle bekannt, die ich auch unterschiedlich verwende.

Z. B. das Distelöl, dann auch das Kernöl (aus Kürbiskernen gemacht), oder auch mal Sonnenblumenöl, aber nur dann, wenn es mit Rapsöl vermischt ist, wie z.B. die Marke BONA in Österreich) . Natürlich auch kalt gepresstes Olivenöl, - aber eben selten. Sind halt teurer, diese Öle, aber man sauft sie ja nicht pur.

Es mag sicher gravierende Aspekte für die Hersteller von Olivenöl geben, die ich nicht beurteilen kann, aber für mich als Verbraucher hat es überhaupt keine Bedeutung. Aus dem einfachen Grund, weil ich nur das verwende, was mir schmeckt und mir nach meiner Beurteilung zusagt. Das, was mir andere mit irgendwelchen Propagandamethoden erzählen, so wie die Loblieder auf die Qualität des Olivenöls, hat für mich keinen Effekt. Eine Flasche kalt gepresstes Olivenöl, also in der höchsten Qualität, die hält bei uns fast ein ganzes Jahr. Deshalb kann der Preis ins Utopische steigen, wenn ich der Meinung bin, dass ich davon eine geringe Menge für irgendeine Spezialität aus meiner Küche benötige, dann kaufe ich das.

Noch einen verspäteten Zusatz: Für viele Salate verwende ich kalt gepresstes Knoblauchöl. Aber, nicht jeder ist Feinschmecker so wie ich.


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