Deutschland ist nicht nur ein SCHWIERIGER Rechtstaat sondern auch absolut lächerlich und unzuverlässig.

FredMeyer, Mitten in der Karibik, Dienstag, 10.10.2023, 12:34 (vor 879 Tagen) @ Lenz-Hannover3539 Views
bearbeitet von FredMeyer, Dienstag, 10.10.2023, 13:00

Ich pack's einfach mal hier drunter.

Die Beantragung eines Führungszeugnisses für die Verwendung im Ausland gerät mittlerweile zur Farce. Das damit beauftragte Bundesamt für Justiz hat mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Beantragung erfolgte relativ problemlos auf der Gemeinde, die eigentliche Gebühr fürs Führungszeugnis bezahlt man auf der Gemeinde online und die Abwicklung scheint dank elektronischer Datenverarbeitung problemlos zu erfolgen.

Nach 2 Wochen erhält man vom Bundesamt für Justiz die Aufforderung, für die Beglaubigung die Gebühr von 25 € einzuzahlen. Unter dem Schrieb stehen dann noch die beiden Sätze:

Die Durchschrift des Überweisungsauftrages bitte ich mir zu dem o. a. Aktenzeichen zuzusenden.

Die Überbeglaubigung wird erst nach Eingang der Gebühr oder der Vorlage eines Zahlungsnachweises vorgenommen.

Der erste Halbsatz des zweiten Satzes ist eigentlich eindeutig. Doch weit gefehlt. Nach 3 Wochen liefert die Behörde immer noch nicht. Die telefonische Nachfrage gerät zum Nervenkrieg, die angegebene Durchwahl endet nach einer ellenlangen Ansage in einer tonlosen Warteschleife, selbst nach 5 Minuten meldet sich niemand.

Der alte Trick mit einer leicht geänderten Nebenstellen-Nummer jemanden zu erreichen funktioniert heute nicht mehr, man landet irgendwo, aber sicher nicht in der Nähe des vielgesuchten Sachbearbeiters.

Wie geht's weiter! Man versucht zunächst das Kontaktformular zu verwenden. Bei anderen Institutionen gibt's wenigsten eine automatisierte Rückmeldung, das man mit seinem Anliegen vorstellig geworden ist, nicht so beim Bundesamt für Justiz - Fehlanzeige. Aber egal, ein Versuch war es wenigstens wert. Im nächsten Schritt wird ein Schreiben verfasst, noch in der Hoffnung, das Schreiben wenigstens im Postshop per FAX absetzen zu können. Aber die Hoffnung war irrig, Postshop und FAX, das geht nicht zusammen. Ich hab kein Fax mehr, schon 20 Jahre nicht mehr, wer kommt noch HEUTE auf die dusselige Idee ein FAX zu verwenden?

Bleibt noch das gute alte Einschreiben.

Nun hoffe ich das Beste, das sich die Be-eRr-Dee nicht noch lächerlicher macht, als sie ohnehin schon ist.

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Fred


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