Die Dämmerung beginnt oder Putin gegen Yale
Der Spectator – ein angesehenes britisches Magazin – lag, wie so viele Posaunen des Werte-Westens, falsch.
Man las dort 2022:
Die Sanktionen wirken – egal was Putin sagt.
Glauben Sie nicht an Wladimir Putins Hype. Der russischen Wirtschaft geht es nicht gut. Angesichts der westlichen Sanktionen, die bis zu 40 Prozent des BIP des Landes gefährden, sind Putins Beteuerungen einer wirtschaftlichen Ausrichtung nach Osten Augenwischerei. Und dass er die Gaslieferungen nach Europa als Waffe einsetzt, ist das finanzielle Äquivalent zum Anlegen einer Selbstmordweste.
Das ist, grob gesagt, die Botschaft einer wichtigen neuen Studie, die letzte Woche von der Yale School of Management über die Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland veröffentlicht wurde. In Zusammenarbeit mit einem Team internationaler Wirtschaftswissenschaftler hat Yale die russische Verschleierungstaktik durchschaut und reale Daten von Einzelhändlern, Energiehändlern und Anlegern ausgewertet, um ein Bild zu zeichnen, das sich deutlich von dem rosigen Bild unterscheidet, das Putin auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg im Juni zeichnete.
Der wirtschaftliche Blitzkrieg gegen Russland hatte nie Aussicht auf Erfolg", sagte er vor einem Publikum, zu dem auch eine Delegation der Taliban gehörte. Wie unsere Vorfahren werden wir jedes Problem lösen; die gesamte tausendjährige Geschichte unseres Landes spricht davon... Düstere Vorhersagen über die Zukunft der russischen Wirtschaft sind nicht eingetreten.
Die Yale-Studie liefert die ersten umfassenden Daten, die beweisen, dass Putin absolut falsch liegt.
Ein Kind später (9 Monate
) schreibt man dazu nun dies:
Warum der Wirtschaftskrieg gegen Russland gescheitert ist
Doch wir sollten nicht selbstgefällig sein. Die Wahrheit ist, dass der Krieg auch für den Westen nicht gut läuft - zumindest in einer Hinsicht.
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Die andere Seite der Medaille hat sich jedoch als stumpfsinnig erwiesen: der Plan, einen Wirtschaftskrieg gegen Moskau zu führen und finanzielle Schocks in einem nie dagewesenen Ausmaß zu entfesseln. Russland sollte fast vollständig abgeschnitten werden, mit Sanktionen und Boykotten für alle Importe und Exporte, mit Ausnahme von humanitären Gütern wie Medikamenten. Putins Russland, so die Theorie, würde bis zur Kapitulation verarmen.
Nur wenige Menschen im Westen sind sich bewusst, wie schlecht dieser Aspekt des Krieges läuft. Europa hat selbst einen hohen Preis für den teilweisen Boykott von russischem Öl und Gas gezahlt. Die britischen Importe fossiler Brennstoffe aus Russland beliefen sich im Jahr 2021 auf 4,5 Milliarden Pfund; im Jahr bis Januar 2023 waren es - offiziell - nur noch 1,3 Milliarden Pfund. Im Jahr 2020 bezog die EU 39 Prozent ihres Gases und 23 Prozent ihres Öls aus Russland; im dritten Quartal des vergangenen Jahres waren es nur noch 15 Prozent bzw. 14 Prozent.
Diese Zahlen erklären jedoch nicht das Ausmaß des Versagens, die russische Wirtschaft zu schädigen.
Es wurde schnell klar, dass der Westen zwar an einem Wirtschaftskrieg interessiert war, der Rest der Welt jedoch nicht.
Als seine Öl- und Gasexporte nach Europa zurückgingen, steigerte Russland schnell seine Ausfuhren nach China und Indien - die beide lieber Öl mit einem Preisnachlass kauften, als sich gegen die Invasion in der Ukraine zu wehren. Schlimmer noch: Ein Teil des nach Indien exportierten russischen Öls scheint nach Europa zurückgeleitet worden zu sein, da die Zahl der Schiffe, die raffiniertes Öl aus Indien durch den Suezkanal transportieren, gestiegen ist.
Auch in der anderen Richtung scheint es eine gewisse Abzweigung zu geben. Eine Untersuchung der deutschen Bild-Zeitung hat einen beunruhigenden Anstieg der Exporte in die an Russland angrenzenden Länder aufgedeckt.
Die Einfuhr deutscher Kraftfahrzeuge nach Kasachstan beispielsweise stieg zwischen 2021 und 2022 um 507 Prozent, nach Armenien um 761 Prozent. Die Exporte von chemischen Erzeugnissen nach Armenien stiegen um 110 Prozent und nach Kasachstan um 129 Prozent. Die Verkäufe von Elektro- und Computerausrüstung nach Armenien sind um 343 Prozent gestiegen.
Was mit diesen Waren geschieht, sobald sie diese ehemaligen Sowjetrepubliken erreichen, ist nicht leicht festzustellen, aber eine wahrscheinliche Erklärung ist, dass sie als umgeleitete Handelsströme in Russland landen. Und selbst wenn diese Waren nicht offiziell reexportiert werden, haben viele russische Bürger weiterhin visumfreien Zugang zu diesen Ländern und können Waren über die Grenze bringen.
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Der Westen hat seinen Sanktionskrieg mit einer übertriebenen Vorstellung von seinem eigenen Einfluss in der Welt begonnen. Wie wir festgestellt haben, fehlt den nicht-westlichen Ländern der Wille, Sanktionen gegen Russland oder gegen russische Oligarchen zu verhängen.
Die Ergebnisse dieser Fehlkalkulation sind für alle sichtbar.
Im April letzten Jahres prognostizierte der IWF, dass die russische Wirtschaft im Jahr 2022 um 8,5 Prozent und in diesem Jahr um weitere 2,3 Prozent schrumpfen würde. Tatsächlich ist das BIP im vergangenen Jahr nur um 2,1 Prozent gesunken, und für dieses Jahr prognostiziert der IWF einen leichten Anstieg um 0,7 Prozent.
Und das alles, obwohl der Krieg in der Ukraine viel schlimmer verlaufen ist, als sich viele im Februar letzten Jahres vorgestellt hatten. Die russische Wirtschaft wurde nicht zerstört, sondern lediglich umstrukturiert und neu ausgerichtet, so dass sie nun nach Osten und Süden und nicht mehr nach Westen ausgerichtet ist.
Quelle: https://www.moonofalabama.org/
Wie man auf diversen Youtube-Quellen entdecken kann, ist es nach wie vor möglich westliche Produkte in russischen Supermärkten zu kaufen.
Man beachte auch die Hinweise zu Indien.
Dieses Land bremst gerade die Aktivitäten innerhalb der BRICS ein wenig aus, wobei alte britische Verbindungen sicherlich eine Rolle spielen.
Schauen wir mal, wie sich das entwickelt.
Und aus einer anderen Quelle wird dies geraunt.
Biden steckt in Schwierigkeiten und wird wahrscheinlich bis Oktober angeklagt werden, und Ungarn macht Geräusche, die die EU für immer verändern werden. Mehr dazu beim nächsten Mal.
Quelle: https://tomluongo.me/2023/08/01/the-ecb-is-trapped-between-japan-and-the-us/
Ist da was im Busch oder soll nur der Leser in Spannung gehalten werden?
Weiß jemand mehr dazu?
mfG
nereus
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