Palmer - ohne Parteibuch noch klarer
Hallo BerndBorchert,
sehr gut ist, dass eine deutliche Trendwende stattfindet und die Ideologie der Grünen, die alle großen Parteien mittragen, hinterfragt wird. Damit ist ein wichtiger Schritt getan.
Dass Leute von den Grünen zur AfD gehen ist durchaus möglich. Der Nimbus der Unwählbarkeit ist gefallen. Die CDU ist ideologisch Anti-AfD. Dass die Leute umschwenken ist dem Herdenverhalten geschuldet. Dass es 5% sind kann ich mir auch nicht vorstellen, aber wer weiß.
Boris Palmer: "Deutschland hat den Zenit überschritten"
22 Juli 2023 15:43 Uhr
Deutschland ist im Niedergang. Das sagte der Tübinger Bürgermeister Boris Palmer. AfD-Wähler seinen keine "verhetzten Subjekte", sondern von realen Problemen umgetrieben. Die Zweifel im einfachen Volk an der Realitätsnähe der Berliner Politik seien "nicht gänzlich irrational".
Der Tübinger Oberbürgermeister und frühere Grünen-Politiker Boris Palmer hat in einem Gastbeitrag für das Springerblatt Welt am Sonntag (WamS) festgestellt, dass sich die Bundesrepublik Deutschland im Niedergang befindet. Palmer nimmt in dem Beitrag, der in seiner früheren Partei für Aufregung sorgen dürfte, eine umfassende Bestandsaufnahme vor, deren Ergebnis kaum vernichtender ausfallen könnte.
Ausgangspunkt seiner Betrachtung sind zwei Nachrichten von einem Tag: Ein neues Umfragehoch der AfD in Baden-Württemberg und der Befund des Allensbacher Elite-Panels, dass Deutschland seinen Zenit überschritten habe:
"Wenn 19 Prozent der Baden-Württemberger sagen, sie wollten die AfD wählen, fällt die Erklärung mit den vermeintlichen Demokratiedefiziten hinterwäldlerischer Ossis flach."
Palmer widerlegte damit die gängige Darstellung, AfD-Wähler seien verhetzte Subjekte, die sich mit eingebildeten Problemen beschäftigten:
"Viel plausibler erscheint mir, dass die Leute etwas ernsthaft umtreibt, für das sie bei den etablierten Parteien keine Lösungen mehr sehen. Ich glaube, dass es sich um Angst vor dem Verlust der Heimat handelt, verbunden mit der Sorge vor wirtschaftlichem und sozialem Abstieg. Und da scheint es mir bemerkenswert, dass immer mehr Entscheider zumindest die Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Zukunft des Landes teilen, man also nicht nur von eingebildeten Problemen eines geistigen Prekariats ausgehen kann."
beste Grüße
mabraton