Der Club-of-Rome-Report...
...basierte damals auf dem jährlichen Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 7% im gesamten industrialisierten Westen Anfang der 70er. Der Verbrauch materieller Ressourcen, vor allem (damals noch billiger) Rohstoffe aller Arten, stieg sogar noch höher an. Für heutige Begriffe übrigens ein unfassbarer Anstieg. Es gab eine Hochkonjunktur, die in diesem Ausmass nie mehr wieder erreicht worden ist. Nicht mal in China.
Die desaströsen Hochrechnungen des Club-of-Rome wären durchaus eingetroffen, wenn dieses Wachstum beibehalten hätte werden können. 7% Wachstum bedeutet Verdoppelung von allem, was produziert oder verbraucht wird, nach weniger als 10 Jahren (ZZ-Effekt). Die Epoche ging 1974/75 abrupt zu Ende - mit dem Ölschock. Das konnte der Club-of-Rome nicht ahnen.
Danach kam die Ära der Rezession, der Deflation und der exorbitanten Staatsverschuldungen mit "geförderter Inflation" per gezielten Geldinjektionen und überdurchschnittlichen Erhöhungen von Steuern und Abgaben. Ab Anfang der 90er kamen dann die WTO-Verträge, die Globalisierung und die Erleichterung der Einfuhr billiger Halb- und Fertigteile und Waren aus Billiglohnländern, aus der später eine ungeheure Lawine wurde. Die Ära der "normalen" marktwirtschaftlich getriebenen Inflation (im Sinne früherer Ökonomen) ging zu Ende.