Noch einfacher: unterschiedliche Pflanzenarten und -rassen in den Regionen
Ohne die geschilderten Beeinflussungen der Pflanzen und damit der gesamten Nahrungskette in Frage stellen zu wolen, weise ich darauf hin, dass es ja auch ganz unterschiedliche species und subspecies von Pflanzen gibt. Was in Fernost oder Amerika wächst, wächst natürlicherweise nicht hier, und was hier wächst, wächst nicht im afrikanischen Regenwald.
Alle Arten nun weisen unterschiedliche Nährstoffe und insbesondere unterschiedliche "sekundäre Pflanzenwirkstoffe" auf, von Vitaminen über Flavoniden bis zu Alkaloiden u.v.a.m.
Auch ich gehe davon aus, dass eine über Jahrtausende oder gar Jahrzehntausende gewachsene Population aus denjenigen (oder den Nachfahren derjenigen) besteht, die am besten mit den Eigenschaften der in ihrem Siedlungsgebiet vorkommenden "Primärproduzenten" (Grüne Pflanzen) und evtl. noch Pilzen zurechtkamen, denen sie am gesundheits- und vitalitätsdienlichsten waren.
Sie konnten sich agiler verhalten und besser fortpflanzen, waren gesünder und sahen deshalb wohl oft auch besser aus - wobei sich die Schönheitsideale der Populationen in entsprechende, wahrscheinlich den Umständen angepasste, unterschiedliche Richtungen entwickelten. Man vergleiche Statuen aus Benin mit solchen aus Griechenland oder von nordamerikanischen Indianern. Die Idole und Ideale entwickeln sich unterschiedlich.
All das macht die Welt ein bisschenn zu kompliziert, um sie einheitlich zu beherrschen. Vielleicht kriegt man deshalb in unseren Gärntnerein kaum eine Betula alba, eine gewöhnliche Hänge- oder Weiß-Birke. Es muss eine aus dem Himalaya sein. Es gibt auch keine Schlehe, Prunus spinosa, sondern Cotoneaster-Architektengemüse, an denen bei uns kein Insekt frisst und das somit für den ökologischen Kreislauf annähernd ausfällt.
Vielleicht stören deshalb auch die Unterschiede zwischen den Völkern und ihren Kulturen.
Zurück zur Ernährung: All das schließt m. E. nicht aus, irgendein Lebensmittel ferner Provenienz entdecken zu können, dass jeweils für Eskimos, uns, Watussi oder Sioux eine wertvolle Nahrungsergänzung darstellt oder, wie so oft schon, Grundlage eines Medikaments wird.
Ein Bekannter von mir isst tatsächlich keine Bananen. Er begründet das damit, seine Vorfahren haben Jahrzehntausende keine Bananen gegessen; daher könnten solche für ihn nicht gut sein. Das halte ich für einen Fehlschluss. Bananen könnten schaden, könnten neutral wirken oder positiv. Sie sind für uns verzichtbar, aber deshalb nicht zwangsläufig gleich schädlich.
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Ab jetzt wird durchregiert. Wir kennen keine rote Linie mehr. Verbote bedeuten auch mehr Freiheit. Krieg bedeutet Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Hass bedeutet Liebe. Gebt ihnen keinen Millimeter preis.