Widerspruch! Der normale Pole in der Gruppe kann schon sehr nationalistisch und überheblich sein.
Wir hatten ja in der DDR vielfältige Kontakte zu Polen und anderen Nationalitäten des sozialistischen Lagers. Im Urlaub war man mit den Familien aus den sozialistischen Partnerbetrieben zusammen, als Erntehelfer oder im FDJ-Studentensommer kam man mit jungen Menschen aus den sozialistischen Bruderstaaten in Kontakt und arbeitete zusammen.
Und schon in jungen Jahren habe ich mitbekommen, dass die Beziehung zu den Polen unterschwellig angespannt ist, in abgeschwächter Form war dies auch bei den Tschechen zu spüren.
Mit dem einzelnen Polen oder der polnischen Familie konnte man normal umgehen oder unbeschwert feiern. Aber stand man einer Gruppe Polen gegenüber, so ließen einen die Polen plötzlich spüren und wissen, dass sie die besseren Menschen sind. Die Polen stehen über den Deutschen oder anderen Völkern, eine gewisse Großmannssucht deutete sich an. Ein aggressiver Nationalismus trat hervor, den der einzelne Pole so nicht an den Tag legt.
Diesen aggressive Nationalismus konnte ich bei keiner anderen Volksgruppe feststellen, weder bei den Slowaken, Ungarn oder Bulgaren, schon gar nicht bei den Russen. Einzig und allein die Beziehung zu den Tschechen habe ich noch als etwas angespannt und belastet als Folge des Krieges empfunden . Polen und Tschechien wären daher für mich auch keine Länder, wo ich längere Zeit leben möchte.
Gruß Plancius
--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER