.. ist gewiss eine Sache der subjektiven o. kollektiven Definition bzw. des eigenen "Tunnelblicks" [edit]

Beo2, NRW Witten, Freitag, 14.10.2022, 02:50 (vor 1229 Tagen) @ Mephistopheles2516 Views
bearbeitet von Beo2, Freitag, 14.10.2022, 03:43

Erst, seit sie benutzt werden, um damit Schulden ex nihilo zu tilgen, werden sie zu Produktivkräften.

Es ist genau andersherum : Insoweit es wertvolle Produktivkräfte sind, konnten sie auch für Schuldentilgung verwendet werden .. wie z.B. die menschliche Arbeitskraft.

Korn, Radieschen, Bäume, Boden, Gewässer, alle Rostoffe ja selbst die Sonne sind keine Produktivkräfte! Kein einziger der Maler dieser wunderschönen Gemälde dachte daran, das als Produktivkräfte zu bezeichnen!

Woran der Maler gedacht hat, ist egal. Du aber bringst da was durcheinander : Ein Radieschen hat keine Produktivkraft - denn es kann nichts erzeugen - sondern ist ein PRODUKT einer solchen. Dasselbe gilt für die Bilder aller Maler : Es sind PRODUKTE derer Produktivkraft. Auch alle Formen des KAPITALs sind lediglich Produkte, denn sie können Nichts erzeugen.
Der Erdboden (Erde) z.B. wurde schon vor Jahrtausenden als ganz besonders wertvoll angesehen und sogar rituell als eine Art Lebenwesen verehrt. Warum wohl ? Warum sprach - und immer noch spricht - mensch von "Mutter Erde"? Deshalb wurde es ja schließlich auch (gewalttätig) PRIVATISIERT und gerne geraubt.

FAZIT: Lerne zu unterscheiden zwischen PRODUKTIVKRÄFTEN (Erzeugern) und PRODUKTEN (Erzeugnissen). Denn sonst reden wir aneinander vorbei.
Beo2


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