Hatte ich ja schon mal drauf hingewiesen

Kaladhor, Münsterland, Mittwoch, 12.10.2022, 19:20 (vor 1230 Tagen) @ nereus4470 Views

.. militärisch erfahrene Analysten wie Oberst Douglas MacGregor und Larry Johnson sind anderer Meinung. Sie weisen darauf hin, dass die gepriesenen ukrainischen Vorstöße relativ unbedeutend sind. Wie Johnson schreibt:

Der Vormarsch über weite offene Ebenen ist ein gutes Gefühl, aber dieses Territorium ist nicht zu verteidigen, wenn Russland sich zu einem Gegenangriff entschließt... Russland ködert die Ukraine damit, Territorium zu erobern und sich dann der Aufgabe zu stellen, eine von Russland gehaltene Stadt wie Cherson einzunehmen... Die Ukraine wird einen Frontalangriff auf die Stadt Cherson durchführen müssen und dazu Truppen und Ausrüstung anhäufen müssen, die leichte Ziele für russische Artillerie, Raketen und Bomben sind.

Das Ganze erinnert so frappierend an die Sommeroffensive der Heeresgruppe Süd 1942, wo die Sowjets schön flexibel zurückwichen und den Deutschen die nicht zu verteidigende Steppe zwischen Don und Wolga überlassen haben... bis die Deutschen dann in Stalingrad waren, wo sie aufgerieben wurden.

Ich habe auch den Eindruck, dass es einige Leute bei den Medien gibt, die sich an diese historischen Ereignisse erinnert haben, denn die überschwängliche Berichterstattung über die ukrainischen Erfolge hat einen spürbaren Dämpfer erhalten als Russland ein wenig Vergeltung geübt hat.

Gäbe es zumindest in der amerikanischen Administration noch einige halbwegs bei Sinnen befindliche Leute, würde die USA der Ukraine sicherlich raten, vielleicht doch das Verhältnis zu Russland zu überdenken, denn dieser Konflikt ist für die Ukraine einfach nicht zu gewinnen.

Grüße

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Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Immer daran denken: Wer die Altparteien wählt, wählt den Krieg!


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