Es gibt fast nirgendwo Waffen für die Ukraine!
Kiew fordert nach einer Reihe russischer Angriffe auf zivile Ziele mehr Waffenlieferungen aus dem Ausland. Aber sie werden immer schwieriger zu finden und zwingen die Verbündeten der Ukraine, ihre langjährigen Positionen zu überdenken, voran die USA und deren Satellitenstaaten.
Der russische Beschuss ziviler Ziele in der gesamten Ukraine hat eine weitere Welle der Unterstützung westlicher Verbündeter ausgelöst. Die Vereinigten Staaten und Deutschland haben versprochen, "innerhalb weniger Tage" Luftabwehrsysteme in die Ukraine zu schicken. Laut Kiew ist dort bereits der erste IRIS-T aus Deutschland eingetroffen.
Nach dem Treffen der internationalen Kontaktgruppe für Militärhilfe an die Ukraine am Mittwoch sollen laut Generalsekretär Jens Stoltenberg auch andere Nato-Staaten mit neuen Waffenlieferungszusagen nach Kiew kommen sein.
Die amerikanische Zeitung The New York Times fügt dem jedoch eine entscheidende Beobachtung hinzu: Die Ukraine benötigt weiterhin dringend sowjetische Militärausrüstung, die fast nirgends zu finden ist.
„Westliche Waffen wie schwere Langstreckenartillerie oder Salven-Raketenwerfer sind genauer und hochmobiler, aber sie brauchen Zeit, um Soldaten einzusetzen und zu trainieren“, schreibt die NYT. In der Zwischenzeit geht der Ukraine, wie die Zeitung in einem älteren Artikel feststellte, die Munition für ältere und immer noch weit verbreitete sowjetische Waffen aus.
Die Vereinigten Staaten sind sich jedoch bewusst, dass die Vorräte der europäischen Länder bereits ziemlich erschöpft sind. Laut NYT versuchen sie daher, Quellen an anderer Stelle zu finden.
Was werden die Vereinigten Staaten und die NATO tun? Sofort das Raketenabwehrsystem Iron Dome einsetzen? Leider sind diese westlichen Raketenabwehrsysteme nicht darauf ausgelegt, die Raketen abzuwehren, die Russland abfeuert. Dann gibt es das logistische Problem – dh die Bereitstellung dieser Systeme und die Schulung des Personals für deren Bedienung. Das wird Wochen, wenn nicht Monate dauern. Und die Ukraine hat in dieser Hinsicht nicht den Luxus, Zeit zu haben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vereinigten Staaten und die NATO nicht über die Reserven verfügen, um die Ukraine schnell wieder zu versorgen.
Quelle: https://www.seznamzpravy.cz/clanek/zahranicni-zbrane-pro-ukrajinu-uz-skoro-neni-kde-bra...
Ich glaube, dass die Ereignisse in den nächsten fünf Wochen eine Krise innerhalb der NATO und der Vereinigten Staaten hervorrufen werden. Wenn Russland die Initiative ergreift und gegen ukrainische Einheiten vorgeht, wird die NATO nicht in der Lage sein, die Ukraine vor einer Niederlage auf dem Schlachtfeld zu retten. Jede weitere Intervention der NATO wird sie in den Augen der Russen zu einem legitimen militärischen Ziel machen.
Fazit: Russland verfügt über eine strategische und taktische Initiative, die schwer zu überwinden sein wird. Umgekehrt steckt die NATO in Schwierigkeiten.