Probleme in der Großstadt

Fairlane, Dienstag, 06.09.2022, 13:02 (vor 1267 Tagen) @ Olivia2905 Views

Hallo Olivia,

natürlich ist die Großstadt für manche ein attraktiver Lebensraum, ob das nun die Nähe zum dort angesiedelten Arbeitgeber ist, oder das von manchen geschätze Flair, so ist und bleibt eine derartige Stadt ein Raum mit hoher Bevölkerungsdichte und das bringt die unterschiedlichsten Probleme mit sich, die je nach Situation dringlicher in den Vordergrund treten und wahrgenommen werden. Da mag der Lärm sein, die Lichtverschmutzung, der soziale Stress - manchen Menschen ist das weniger bewußt, oder schlichtweg egal - sie mögen das Leben in ihrer Großstadt.

Sollten wir nun wirklich in ein Brown- oder Blackout-Szenario eintreten, dann ist man in der Großstadt zweifellos schlechter gestellt, was die Versorgung mit Brennstoffen wie Holz anbelangt. Sofern es keinen neuerlichen Lockdown gibt, der dann vielleicht wegen "Klimanotstand" oder der mangelnden Energie ausgerufen wird, bedarf es halt einer Fahrt mit dem Auto oder einem sonstigen Transportvehikel um Holz bei zu schaffen. Wer da nicht vorgesorgt hat oder über andere nutzbare Ressourcen verfügt, hat den Ernst der Lage verschlafen.

Sind wir nicht alle früher oder später betroffen?

Meinen Holzlieferanten verabschiedete ich letzten Monat mit den Worten "Die gleiche Menge bestelle ich schon mal für den übernächsten Winter!", worauf er recht wenig zuversichtlich meinte, dass es ungewiss sei, ob er überhaupt was haben wird, weil die Forstverwaltungen sehr zurückhaltend mit dem Holzeinschlag seien. Der Bürgermeister einen Ort weiter (Grüne!) wehre sich mit Händen und Füßen gegen weiteren Holzeinschlag.

Wir sitzen faktisch alle im selben Boot und sind genötigt bei allen bekannten und potentiellen Lieferanten für Holz im Umkreis anzufragen, ob eine Bestellung für die Zukunft vereinbart werden kann.
Schlägt das fehl, schaut es finster aus.

Alle, die zu spät kommen, können einem leid tun, aber damit ist die Situation nicht verbessert.

Es sei an das Energiewirtschaftsgesetzt erinnert:

"§ 1 Zweck und Ziele des Gesetzes. (1) Zweck des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente, umweltverträgliche und treibhausgasneutrale leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität, Gas und Wasserstoff, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht."

Wenn das nicht mehr bezahlbar ist, oder die Einhaltung nicht gewährleistet ist, dann ist sich doch im Rahmen der Selbsterhaltung jeder der Nächste!

Gruß, Fairlane


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