Falls jemand auf die Wärmestuben verzichten möchte, dann hätte ich noch ein paar Hinweise......

Olivia, Montag, 05.09.2022, 21:34 (vor 1268 Tagen)6505 Views
bearbeitet von Olivia, Montag, 05.09.2022, 21:44

Jetzt, wo Putin den Gashahn zugedreht hat, könnte man Anleihen bei früheren Zeiten nehmen.

Eigentlich geht es nur um Dinge, die die Menschen früher ganz selbstverständlich machten, um ihre Wohnungen zu klimatisieren..... nur nannten sie es nicht so - und die Heutigen wissen nicht mehr, warum die Alten taten, was sie taten.

1. Warum hat man wohl - wenn das Geld vorhanden war - Gardinen vor die Fenster gehängt? Durchsichtige Gardinen für den Tag und undurchsichtige Gardinen für die Nacht. - Die hielten sowohl die Hitze als auch die Kälte ab. Heute gäbe es sogar Thermogardinen.... wenn sich die Leute dafür interessieren würden. Senkt die Heizkosten und die Kosten für die Klimaanlage.... trotz 3-fach-Verglasung.

2. Fensterscheiben können sehr heiß werden und auch sehr kalt. Wenn man eine Thermofolie oder Sichtschutzfolie oder auch Einbruchssicherung aufbringt, dann reduziert das die Temperaturschwankungen.

3. Eiskalt sind auch die Fußböden, die derzeit so geliebt werden.... wenn keine Fußbodenheizung mehr läuft. Kalte Fußböden gab es auch früher. Deshalb hat man Teppiche auf den Boden gelegt. Die armen Bauern waren so schlau, dass sie aus ihren abgelegten Klamotten sogenannte Flickenteppiche erstellten. Gedämmt haben die auch.

4. Die Wände wurden früher gerne tapeziert. Papier dämmt gut. Die neuen Materialien der Tapeten noch besser. Wandbehänge dämmten natürlich auch, besonders, wenn die aus Stoff, Wolle etc. waren. Aber auch Bilder halten die Kälte der Steine zurück.

5. Falls es wirklich so kommen sollte, dass mal die Heizung ausfällt, dann ab in den kleinsten Raum bzw. in den Raum, der die wenigstens Außenwände hat und möglichst klein ist. Zur Not ein Zelt bauen mit Plastikplanen und die Matratzen da hinein. Ein paar Tage kann man so wohl aushalten.

6. Ein Absenken der Heizungstemperatur auf 16 Grad ist kein Drama, damit kann man klar kommen. Falls es kälter werden sollte, dann wäre die Anschaffung einer oder mehrere Wärmeflaschen ggf. nützlich. Das hatten die Leute früher immer, denn die mußten in die eiskalten Schlafzimmer und in die eiskalten Betten.... da freute man sich, wenn die "Flasche" das Bett ein bißchen vorgewärmt hatte und die Zehen wärmte. Geheizt wurde bei vielen ja nur die "gute Stube".

Ich überlege gerade, wie das bei uns war. Die Heizung kam erst später. Nein, die Schlafzimmer waren nicht geheizt.... ich kann mich nicht daran erinnern mit was die hätten geheizt werden können. Aber in NRW waren die Winter nie sehr hart. In Bayern ist das anders.
Muss ich nachfragen, ob wir eine Heizmöglichkeit in den Schlafzimmern hatten als wir Kinder waren. Ich erinnere mich noch an den Ölofen im Wohnzimmer.... und an die eiskalten Bäder. Als die Gasheizung kam, da war dann jeder Raum schön warm..... Wie sich die Zeiten ändern. Jetzt kann sich das alles wieder umkehren.

7. Falls eine Batterie oder eine Powerstation vorhanden ist oder auch sonstiger Strom, dann kann man darüber nachdenken, sich eine portable Infrarot-Wandheizung/Standheizung zuzulegen. Die gibt es ab 150 Watt.... oder auch eine Heizdecke... wenn man Kinder hat... oder alte Leute da sind oder wenn jemand krank ist. Diese Teile benötigen alle nicht viel Strom, erzeugen aber Wärme.

8. Falls es bitter, bitter, bitter kalt werden sollte und die Heizung ausfallen sollte, dann wäre es wohl ratsam, sich einige Plastikfolien auf Vorrat zu legen. Mit denen kann man dann alle Fenster abhängen und auch die Türen...... Werde ich wohl auch mal tun.... also ab morgen in den Baumarkt.

Mehr fällt mir ad hoc nicht mehr ein.

Doch, es fällt mir noch etwas ein:

9. Wolldecken. Damit meine ich WOLLE, keine Plastikdecken (Kunstfaser). Kunstfaser wärmt nicht genug. Vmtl. sind "Kuscheldecken" aus Wolle dann auch nicht so angesagt....eher Outdoordecken, denn es ist ja kalt....

10. Überhaupt sollte man sich mit dem Thema "Wolle" oder "Filz" beschäftigen. Habe ich erst in Bayern gelernt. Wolljacken wärmen besser als Kunststoffjäckchen.....

11. Vlt. ist es auch für den einen oder anderen sinnvoll, sich ein Schaffell fürs Übernachten zuzulegen. Das hält die Kälte "von unten" ab. Auch im Bett kann es eiskalt werden bei entsprechenden Temperaturen.

12. Vorsichthalber vlt auch noch einen Schlafsack zulegen. Wenn es zu kalt wird, dann legt man sich in den Schlafsack und zieht dann noch die Decke drüber.

so...

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For entertainment purposes only.


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