Warum immer so negativ? Du kannst es doch auch verständlich formulieren. Warum machst Du es so selten?

Morpheus, Sonntag, 28.08.2022, 13:11 (vor 1273 Tagen) @ Mephistopheles2400 Views

Hallo Mephistopheles,

Die Menschen gehen auf Demos und denken jetzt haben sie was gemacht, anstatt die gleiche Zeit & Geld effektiver für Ihre Interessen einzusetzen.


...wie einer Zeit, die in einer Zivlisation niemals zu keiner Zeit! - "seine" Zeit ist und Geld - "gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist", das niemals sein Geld ist noch jemals war noch von Natur aus existiert, effektiver für seine Interessen, die er niemals hat, einsetzen kann?

Was sind denn das immer für Sätze? Wer soll den das verstehen? Ich empfinde diese Antworten nur noch als respektloses "Stress verbreiten".


Was ist daran schwer zu verstehen?
Ich habe lediglich gesagt, in einer Zivilisation ist keiner Herr seiner Zeit, sondern eingespannt in anonyme, von ihm nicht beeinflussbare, arbeitsteilige Abläufe und sein Geld ist nicht "sein" Geld, sondern gesetzliches Zahlungsmittel, das er nicht selber herstellen darf in eigenem Interesse.
Ist das echt so schwer?

Nein, offensichtlich ist es leicht!!
Du kannst es auch so formulieren, dass man es leicht verstehen kann.
Es gibt zwei Varianten:
1) Du denkst so kompliziert "mit dem Kaiser oder so, wie im oberen Zitat". Dann solltest Du die Zeit aufwenden, um Deine Gedanken so zu sortieren, dass der zweite Text rauskommt, den Jedermann schnell verstehen kann. Sonst müssen alle Leser diese Zeit aufwenden und das ist was ich mit respektlos meinte. Du verschwendest damit die Zeit der Leser, die nämlich Dein Geschwurbel vom "Kaiser" in deine eigene zweite Textvariante übersetzen müssen. Das ist leider bei fast allen Deiner Beiträge so, nur scheint es Dir irgendwie nicht aufzufallen. Oder
2) Du denkst einfach und schreibst es extra kompliziert hin, um die Leser vorsätzlich zu verwirren. Sollen die Leser sich dumm und klein fühlen und Dich als den großen Meister huldigen. Das wäre nicht respektlos sondern boshaft und würdelos.
Könntest Du Dich nicht bitte einfach um verständliche, klare Sätze bemühen, die den Sachverhalt den Du meinst auch wirklich in direkter Form ausdrücken.
Was spricht dagegen?


Theoretische Grundlage:

Das Individuum existiert in einer Zivilisation nicht aus sich heraus, sondern als Derivat ebendieser. Ohne diese Zivilisation wäre es, das Individuum niemals zur Existenz gelangt, "hätte niemals das Licht der Welt erblickt"

Wie kommst Du denn darauf? Das mag heute vielleicht so sein, aber mMn gab es Zustände der menschlichen Zivilisation, da war das definitiv andersherum und wir reden da von vielen Individuen der letzten tausend Jahre, wobei weniger der letzten ca. 230 Jahre und gar nicht der letzten 90 Jahre in dem westlichen Teil der Zivilisation. In der aktuellen afrikanischen Zivilisation wirst Du mMn noch Individuen finden, die ohne Zivilisation existieren können.


Ohne Zivilisation würden in Afrika südlich der Sahara etwa 30 Millionen Menschen leben und nicht über eine Milliarde.

Solche Leute leben hier in Südamerika auch noch.


Ohne Elektrizität? Ohne Straßen? Ohne Verkehrsmittel? Ohne medizinische Versorgung? Ohne Schulen?

Die arbeiten zwar mal gegen Geld, wenn sie etwas kaufen wollen, aber idR leben die als reine Selbstversorger und teilweise zu hundert Prozent in der Natur, aber auch in oder vielleicht am Rande der Zivilisation.


1% der südamerikanischen Bevölkerung oder weniger als 1%? Wer zahlt deren Krankenversorgung?

Dadurch, dass das Individuum in einer Zivilisation nicht aus sich heraus existiert, kann es auch keine eigenen Interessen haben; alle seine Interessen sind entweder identisch mit den Interessen der Zivilisation, oder selbstzerstörerisch gegen diese gerichtet.

Meinst Du nicht, dass Dein Denken arg negativ ist? Es gibt auf der Welt wenige Flecken ohne Zivilisation aber jede Menge Menschen, die in der Zivilisation mitschwimmen, aber keinesfalls von ihr abhängen. In Deutschland muss man die sicher mit der Lupe suchen. Aber Du tust immer so generalisierend.


Es gibt weltweit außer einigen Jägern und Sammlern (wo gibt es sie noch?) niemanden, der nicht von gekauften Nahrungsmitteln, gekaufter Energie, gekaufter Mobilität und gekaufter Ausbildung abhängig ist. Auch wenn er nicht selber bezahlt. Ohne Bezahlung würden aber diese Dinge nicht existieren.

Sorry das stimmt einfach nicht. Hier bei uns im Land gibt es Leute, die das nicht machen. Klar sind das Ausnahmen, aber die leben vom Angeln, vom Jagen, vom Sammeln, von der Hühnerhaltung. Ich weiß auch nicht wie die durchkommen, aber sie arbeiten eigentlich nicht und sie bekommen auch keine Sozialleistungen, aber sie leben doch. Sie arbeiten manchmal doch, weil sie es "mitnehmen", wie einen gepflückten Apfel, aber sie brauchen es nicht. Es geht, weil der Staat sie in Ruhe lässt.

Geld ist kein Ding an sich, sondern ein Derivat der Zivilisation. Es existiert nicht aus sich heraus. Man kann Geld also entweder nur im Interesse der Zivilisation einsetzten oder selbstzerstörerisch scheinbar, gegen sie, in Wirklichkeit aber gegen sch selber.

Hier wird es mMn ja nun ganz falsch. Die Zivilisation hat sich mittels Geld entwickelt und niemals ist das Geld aus der Zivilisation entstanden.


Das ist eine komplette Verdrehung der Tatsachen.

Also, wenn Du den ausführlichen Text, den ich im Beitrag verlinkt hatte, gelesen hättest, könnten wir über dieselben Dinge reden. Hier verfolgst Du eine Deiner Lieblings-Strategien. Einfach von etwas ganz anderem zu reden.
Hier noch mal der Text, um den es ging.
Und hier noch eine Sammlung von Thesen zu diesem Thema: Zivilisationstheorie

Natürlich fahren Autos auf asphaltierten Straßen und der Autoverkehr wird durch asphaltierte Straßen erheblich gefördert; aber das Auto wurde nicht aus dem Grund erfunden, damit die asphaltierten Straßen befahren werden. Es war umgekehrt.

Ja natürlich!!


Geld ist ein Abgabemittel. Niemals ist jemand auf die Idee gekomen, Geld zu erschaffen, um seine Arbeitsleistung abgeben zu können; es war umgekehrt. Mittels Geld wurden Abgaben erhoben. Das Geld für das hergestellte Produkt gehört, wenn es verkauft wird, nicht mehr dem Hersteller, sondern lediglich das um Steuern und Abgaben reduzierte Geld.

Ja!!!

Daher kommt es auch, dass ein Handwerker im Schnitt 5 Std. arbeiten muss, um sich eine Handwerkerstunde leisten zu können.*)**)

Ja!!!


Gruß Mephistopheles

*) Das soll jetzt keine Kritik sein; im Gegenteil. Ohne die arbeitsteilige Gesellschaft müsste er wahrscheinlich 10 oder 20 Std. arbeiten und über 90% seiner Produkte könnte er wahrscheinlich überhaupt nicht herstellen.

Auch richtig!!!


**) Die Zivilisation wird dann untergehen, und zwar genau in dem Moment, wo es günstiger ist, in Produkt selber ohne Einsatz von Energie als arbeitsteilung mit Energieeinsatz zu produzieren.

Das mag sein. Es gibt viele Gründe für den Untergang. Aber diskutieren wollte ich über etwas ganz anderes.

Dieser Satz ist nur eine Abwandlung der Theorie, dass Ölfördrung in dem Moment aufhören wird, in dem man mehr als ein Barrel Öl auwenden muss, um ein Barrel Öl zu fördern.

Das ist auch der Grund für meine These, dass uns das Ende der Zivilisation schneller bevorstehen könnte, als viele, die in der Schule bei Mathematik immer krank waren, glauben wollen.

Ja, könnte, insbesondere wenn wir weiter so dumm bleiben und das Gas, was noch für über hundert Jahre reichen würde, nicht nutzen. Wie dumm muss man sein?

Grüße
Morpheus

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