Nimm das Interview als Anregung und schau was DU damit anfangen kannst. Was ich mache, ist vollkommen unwichtig! Austin-Fitts lebt in den USA in einem ländlichen Gebiet und auch in den Niederlanden (2 Wohnsitze, falls dich das irritiert).
Paddelt sie da jeweils von dem einen zum anderen Wohnsitz rüber, wenn es regional irgendwo kritisch wird (was wir in den Niederlanden vor einigen Tagen und in den USA immer wieder, aber niemals in den ländlichen Gegenden), gesehen haben?
Dort gibt es ausreichend Bauern, bei denen sie einkaufen kann.
Was haben die Bauern denn zu verkaufen? Ich kaufe selbst regelmäßig bei einem Bauern ein in der näheren Umgebung, wo ich Rohmilch beziehe. Das mache ich wegen dem Klimaschutz, es gilt die Gleichung 1l Diesel (also keine 25l wie Dieters Potenzdiesel) für 1lMilch, weil man die auch gekühlt als Milch nur ein paar Tage aufbewahren kann. Danach erhält man Dickmilch, wenn man sie einfach abgedeckt aud einem Küchenboard aufbewahrt. Die kann man etwa 1 Wo zum Frühstück verzehren. Daneben gibt es bei diesem Bauern noch Eier, jede Menge Milchprodukte, Joghurt, Käse und Würste, die er aber zukauft. Allerdings kein Getreide und kein Gemüse und kein Obst.
Die Preise sind recht zivil, nur etwa das Doppelte im Vergleich zum Discounter. Allerdings weiß ich genau, dass ich bei diesem Bauern nichts mehr einkaufen kann, wenn einmal die Lieferketten für Soja aus Brasilien oder der Strom für die Melkmaschinen ausfällt.
Sie muss sich nicht selbst Pflug und Tracktor oder Pferde kaufen.
Die Bauern auch nicht, da das Lohnunternehmen für sie erledigen. Natürlich müssen die Maschinen aber ständig gewartet werden. Wenn der Diesel oder die speziellen Dieselöle einmal nicht geliefert werden und bei einem Defekt die Ersatzteile aus Japan oder China nicht ankommen, dann ist Sense mit dem Einkauf beim Bauern. Ich muss mich also darauf verlassen, dass die Chipfabrik in Taiwan, russische Metalle für metallverarbeitenden Betriebe planmäßig liefern werden, chineische oder japanische Vorprodukte und Chips aus Taiwan regelmäßig geliefert werden, damit der Ersatzteilhersteller in Slowenien den Landmaschinenhändler beliefert, dass der die ersatzteile einbauen kann, womit dann das Lohnunternehmen die Reperatur ausgeführt bekommt, dass es seine Landmaschinen regelmäßig in Schuss halten kann. Und da ist natürlich ständig etwas kaputt.
Da sie Finanzprofi ist, kann sie natürlich bei den Bauern, die sie für tüchtig, effizient und integer hält, investieren. Der Vorteil dabei: Sie kann sich auf kurzen Wegen einen realistischen Eindruck von ihren Investitionen machen.
Regional bedeutet, dass man eine relative Versorgungssicherheit hat, auch wenn die internationalen Logistikketten größeren Turbulenzen unterworfen sind.
Ein (allerdings sehr verkürztes) Beispiel einer regionalen Lieferkette habe ich dir oben aufgeschrieben. Gehe ich richtig in der Annahme, dass Austin Fitts keine Ahnung hat von regionalen Lieferketten in der heutigen Zeit? Das einzige das in einer Krise dann noch funktioniert sind die Pferde, mit denen die Amish pflügen.
Bring einfach bessere Vorschläge! Dann wirst du vmtl. viel aufmerksamere Leser finden. So hat man den Eindruck, einen alten Knottergeist gegenüber vor sich zu haben, der nur noch nörgeln kann, aber nicht mehr produktiv ist. Ja.... Alter ist nichts für Feiglinge, nicht wahr?
Fragen kann jeder stellen und kritisieren auch! Besser machen ist angesagt!
Es sieht leider, wenn die Krise zuschlägt, wie das bei allen Zivilisationen bisher der Fall war, wirklich zappenduster aus. Danach wird die Massenbevölkerung verschwunden sein.
Eine Lösung weiß ich auch nicht, denn es gilt in der Krise erstmalig in der Zivilisation das absolute Solidaritätsgebot: Betroffen sind alle. Dass man sich, wie das früher möglich war, in Regionen flüchtet, die weniger betroffen sind, wird es diesmal nicht geben.
Gruß Mephistopheles