Das sind wichtige Entscheidungen

Manuel H., Mittwoch, 20.07.2022, 14:51 (vor 1310 Tagen) @ FredMeyer1557 Views

Wir haben hier das Prinzip, dass Bildung für den Schüler und Studenten kostenlos zu sein hat, in den USA verschulden sich die Leute mit 200.000 US Dollar und mehr, um einen Bildungsabschluß zu erreichen.

Auch eine Art Facharbeiter Ausbildung ist in den USA kostenpflichtig, hier bekommt ein Lehrling sogar Geld dazu.

Ich halte den deutschen Weg für wesentlich besser, werde das auch gerne begründen.

Bei der Frage der Mobilität ist es auch Sache der Gemeinschaft, wie sie da die Weichen stellen möchte.

In Ballungszentren den öffentlichen Nahverkehr bezahlbar und attraktiv zu machen, halte ich für eine sehr kluge Entscheidung, auch wenn es den Dörfler im Speckgürtel eines Ballungsgebietes benachteiligt.

Ich bin überhaupt kein Freund des Fahrradfahrens, sehe aber, wie smart Holland sein Land mit unglaublich schlauen Techniken das Fahrradfahren vereinfacht und attraktiv gemacht hat, sogar mit dem Nebeneffekt, dass deswegen Autofahren wieder Spaß macht und staubefreit möglich ist.

Natürlich kann man auch einwenden, dass die kostenlosen Bibliotheken ein Unsinn sind, da sie den Wettbewerb verfälschen und möglicherweise die dann geringeren Auflagen für zu kaufende Bücher verteuern.

Aber die Idee: Bildung möglich für alle, Mobilität möglich für alle, Bücher möglich für alle, ist gesellschaftlich faszinierend und segensreich.

Natürlich wird das 9 Euro Ticket dazu führen, dass weniger MwSt durch Benzinverkauf eingenommen wird, die Abschlepp-Hyänen werden sich anpassen müssen usw., aber ein Volk preiswert und effizient zu totaler Mobilität zu verhelfen ist ähnlich segensreich wie das Sicherstellen von Bildung.
Makroökonomisch sind wir dann die Gewinner, vorausgesetzt, der öffentliche Nahverkehr wird dank der steigenden Nutzerzahlen so ausgebaut, dass er gegenüber dem Pkw-Individualverkehr für jeden Bürger seine Vorteile ausspielen kann.

Gerade auf youtube eine Art Siebter Sinn aus 1982 gesehen, wo den Fahrradfahrern Blödheit attestiert wird.
Du siehst eine staugeknebelte Stadtlandschaft voller Autos, Bürgersteige, die als Parkplätze so zweckentfremdet sind, dass ein Rollator-Rentner keine Chance mehr hat, seinen Bäcker zu erreichen, dazwischen Fahrradfahrer völlig verloren zwischen parkenden Autos und rasenden LKWs. 50.000 Fahrradopfer jährlich konnte man 1982 zählen.

Dazu im Gegensatz die innerstädtische Fahrradtour in Haarlem oder Amsterdam 2022, wo Du dank intelligenter Ampelschaltung immer freie Fahrt hast, Du zwischen Bäumen und Vogelgezwitscher gemütlich Deinen Ikea erreichst und Dich völlig sicher fühlst und es einfach Spaß macht.


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