nicht nur die Russen kaufen die Nato-Waffen

Manuel H., Samstag, 16.07.2022, 05:12 (vor 1448 Tagen) @ Manuel H.4573 Views

Zu diesem Zeitpunkt lief das Interview schon eine ganze Weile. John und ich waren plötzlich hellwach, denn das war mehr als unerwartet. John hakte nach und Aslin erzählte, dass es im Grunde ein „Kreisgeschäft“ sei: Die USA liefern die Waffen an die Ukraine, von dort geht ein Teil der Waffen an die Kurden der YPG, die wiederum von der US-Regierung das Geld für den Kauf dieser Waffen bekommt, die von ukrainischen Militärs für einen Bruchteil ihres offiziellen Preises verkauft werden.

Das bedeutet, dass die USA heimlich die Kurden bewaffnen, die in Nord-Syrien gegen die Türkei kämpfen. Dabei ist die Türkei immerhin formal ein NATO-Verbündeter der USA. John hat das mehrmals hinterfragt und Aslin hat einige Details erzählt, die er in der Ukraine erlebt und von seinen kurdischen Freunden erzählt bekommen hat.

Neu wäre ein solches Vorgehen der USA nicht. Zur Erinnerung: Beim Iran-Contra-Skandal in den 1980er Jahren hat die CIA den Drogenschmuggel aus Mittelamerika in die USA gedeckt und das dabei verdiente Geld genutzt, um dem Iran Waffen zu liefern, der mit dem damaligen US-Verbündeten Irak im Krieg war. Das ist unmoralisch und zynisch, geopolitisch aber sinnvoll, denn so haben die USA zwei potenziell mächtige Staaten im Nahen Osten geschwächt, um ihre eigene Machtstellung in der Region zu halten und auszubauen.

https://www.anti-spiegel.ru/2022/an-die-ukraine-gelieferte-waffen-gehen-fuer-den-kampf-...


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