Strombedarf einer Ölheizung
Ich bekam eine Leserzuschrift:
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Hallo Konstantin,
mit dem Stromverbrauch einer Buderus-Ölheizung (1-Fam.-Haus) habe ich mich gerade beschäftigt.
- die Steuerelektronik braucht 3 Watt
- der Brenner (Pumpe + Gebläse) braucht 170 Watt !!!, beim Start ca. 50 Watt mehr
- die Umwälzpumpe braucht je nach Einstellung 30 - 65 Watt
Also: Nicht unterschätzen!
Viele Grüße
WRe
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Nun, der Brenner läuft nicht dauernd, es gibt viele weitere Unwägbarkeiten.
Aber die von mir genannten 20 Watt klingen wohl deutlich zu gering.
Nach kurzer Websuche fand ich diese Seite:
http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-267-stromverbrauch.html
Zitat: Bei modernen, einstufigen Öl-Brennern ist übers Jahr mit etwa 400 bis 500 kWh≡ Elektroenergiebedarf zu rechnen, was bei 13 Cent/kWh immerhin heizungsbedingte Stromkosten von 102 bis 128 Euro verursacht.
(Anmerkung: der Text ist von 2003, da waren die Strompreis noch etwas niedriger...)
In der Berechnung finde ich jedoch keine Angabe zur Pumpe. Bei 50 Watt durchgehend kommt man pro Jahr 438 kWh.
Wir können also in diesem Beispiel von 1000 kWh pro Jahr ausgehen. Wir müssten also eine Stromquelle von durchgehend 100 Watt haben. Und der Delta-T zwischen Vor-Und Rücklauf ist nicht hoch genug, aber vielleicht zwischen einer heißen Stelle im Kessel und dem Rücklauf (Raumluft taugt nicht weil man riesige Kühlkörper bräuchte um die Wärme auch laufend abzutransportieren). Gleichwohl braucht man für thermoelektrische Generatoren für 100 Watt schon eine deutliche Fläche. Also scheiden die wohl doch für diese Anwendung aus.
Ich schaue mir halt die Dimension an: zB 30.000 Watt Heizleistung eines Öl-Kessels und 100 Watt Strombedarf aus dem Netz.
Es ist doch absurd, daß so eine Anlage still steht, sobald kein Netzstrom verfügbar ist, nur weil wir es nicht schaffen statt 30.000 Watt Wärme nur 29900 Watt Wärme plus 100 Watt Strom zu produzieren (der schlussendlich auch Wärme fürs Haus wird).
Ja, ich weiß von Stirling-Projekten wie Sunmaschine oder Blockheizkraftwerken wie Dachs oder so. Aber da geht es um die Bereitstellung von richtig viel Strom, also weit mehr als nur der Brenner und die Pumpen brauchen.
Ich hatte halt die Idee, ob man Ölheizungen derart nachrüsten könnte, so daß sie im Betrieb den Strombedarf für den Betrieb selber produzieren. Gerne darf es auch etwas anderes als thermoelektrische Generatoren sein. Hauptsache es funktioniert.
Viele Grüße
Konstantin
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