Noch mal zu den Rheinwiesenlagern

Manuel H., Montag, 11.07.2022, 06:37 (vor 1448 Tagen)7615 Views
bearbeitet von Manuel H., Montag, 11.07.2022, 06:49

Ich bin ja kein Freund stundenlanger youtube Videos und bevorzuge die Schriftform.

Bevor es diese Doku gab,

Other Losses https://www.youtube.com/watch?v=bl9pvPekcdo


es dürfte mittlerweile 15 Jahre her sein, fand ich über google diese Webseite

www.rheinwiesenlager.de

Sonst an "offiziellen" Stellungnahmen nichts. Die Rheinwiesenlager galten zu der Zeit noch als wilde Verschwörungstheorie und wurden von offizieller Stelle aus geleugnet. Seinerzeit hatte google noch länderspezifisch zensiert und den Zensurprozeß öffentlich gemacht. Der von google erfasste, aber unerwünschte Link hieß dann nur "aus rechtlichen Gründen kann er nicht angezeigt werden" oder so ähnlich.

Ich hatte dann seinerzeit die Routine, dem Browser vorzugaukeln, ich wäre ein Leser aus der Volksrepublik China, deswegen nur konnte ich obigen Link finden.

Nun habe ich Other Losses mir angeschaut (danke fürs Verlinken hier) und mich an die Webseite erinnert.

Zu meinem Erstaunen meldete Safari, dass er diese Seite nicht öffnen könne, ich bin also auf google gegangen, rheinwiesenlager eingegeben, dort waren im Vergleich zu vor 15 Jahren plötzlich recht viele Infos darüber zu erhalten, alle sauber gewaschen (höchstens 4.500 Tote, kein Verstoß gegen die Genfer Konvention usw.) und ein Link, der hieß rheinwiesen-lager.de.

Auch die Webseite rheinwiesen minus lager punkt de war eine von den Behörden herausgegebene sauber gewaschene die historischen Fakten zensierende Seite. Das Minus ließ mich aufhorchen. Die Behörde hätte sicherlich das minus weggelassen, wenn sie gekonnt hätte, es muss also die Seite rheinwiesenlager.de doch geben, nur Safari will sie mir nicht anzeigen.

Hab also bei google geblättert und dort ist sie offensichtlich ausgelistet, also zensiert.

Ich also zu Yandex.com. Dort war sie unter dem Suchbegriff rheinwiesenlager zu finden, schon auf Seite 1 neben den "offiziellen" zensurgewaschenen Seiten zu diesem Thema.
Und über Yandex konnte ich die Seite auch mittels Safari öffnen.

Hätte ich mir vor dem Mauerfall niemals träumen lassen, dass ich auf (post) sowjetische Suchmaschinen und rotchinesische IP-Kennungen zurückgreifen muß, um eine starke Zensur meines Heimatlandes umgehen zu können.


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