Ich versuche mal das Währungsrisiko zu verstehen
Gazprom schickt Rechnung über die vor Jahren vereinbarten x Euro. Auch die Fälligkeit ist vereinbart.
Es bleibt also dabei, der West-Kunde zahlt nach wie vor in Euro, völlig egal, wie sich die Euro Rubel Kurse entwickeln. Demnach hat Gazprom das Währungsrisiko, weil es nicht weiß, wie der Rubel zum Euro im Laufe des jahrenlangen Vertragsablaufs sich entwickeln wird.
Ein Währungsrisiko für den West-Kunden kann eigentlich nur bei einer sehr kurzen Zeitspanne entstehen.
Er zahlt Euro auf sein Gasprom Euro-Konto ein, diese wechselt in Rubel, dann überweist West-Kunde von seinem Rubelkonto auf das Kunde des Gaslieferanten. Nur die Differenz zwischen Wechsel der Euro in Rubel (meinetwegen morgens um 9 Uhr) und Überweisung der Rubel an den Gaslieferanten (meinetwegen nachmittags um 16 Uhr) kann sowohl positiv als auch negativ ein Währungsrisiko darstellen, wenn, ja wenn beide den 9 Uhr Kurs und nicht den 16 Uhr Kurs vereinbart hatten.
Richtig gedacht?