Hauptwindrichtung seit Beginn des Ukraine-Krieges

Otto Lidenbrock, Montag, 25.04.2022, 11:08 vor 1387 Tagen 5817 Views

Immer mehr Menschen fällt auf, dass sich die Hauptwindrichtung in Mitteleuropa seit Beginn des Ukraine-Krieges um 180° gedreht zu haben scheint. Während bis dahin der Wind zum größten Teil aus Westen kam, was vor allem uns Norddeutschen in den Wintermonaten, aber auch im Frühling, relativ warme feuchte Luft vom Atlantik mit hohen Niederschlagswerten bescherte, hat sich die Wetterlage kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges drastisch geändert. Die Hauptwindrichtung hat auffällig von West-Ost nach Ost-West gedreht, was das Wetter nachhaltig beeinflusst hat.

Der März war bei uns in Niedersachsen in der Regel ein Monat mit eher miesem, regnerischen Wetter; wenig Sonnenschein, gepaart mit hohen Niederschlagswerten und teils kräftigen Winden aus westlichen Richtungen. Einige Tage nach Beginn des Ukraine-Krieges gegen Ende Februar, änderte sich das gewohnte Wetter aber deutlich. Der seither dominierende Ostwind sorgte im März für viel Sonnenschein (177% vom Durchschnitt im Raum Bremerhaven) und wenig Niederschlag. Dieser Trend setzte sich im April, trotz einer etwa einwöchigen Westwindphase mit Wolken und Regen, fort.

Der Journalist Gerhard Wisnewski hat hierzu einen kurzen, interessanten Videobeitrag:

https://www.youtube.com/watch?v=RWBK8_N8R5k

Nach meinem persönlichen Empfinden war der März dieses Jahres tatsächlich der vielleicht sonnenreichste in unserer Region, den ich je erlebt habe (und ich wohne seit über 50 Jahren hier!). An so viel Sonne und herrliches Frühlingswetter über nahezu den gesamten Monat März kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern.

Ist es tatsächlich möglich, dass ein Zusammenhang zwischen dem Ukraine-Krieg und einem Wechsel der Hauptwindrichtung in Mitteleuropa besteht, oder erleben wir augenblicklich nur ein außergewöhnliches Geschehen, das man getrost unter "Wetterkapriolen" einordnen kann? Es wird ja viel über "Geoengineering" und "HAARP" und die Möglichkeiten der Beeinflussung des Wetters gesprochen. Welchen Sinn könnte es machen, die Windrichtung in Mitteleuropa um 180° zu drehen?

Nix Neues

Ankawor @, Montag, 25.04.2022, 11:23 vor 1387 Tagen @ Otto Lidenbrock 4206 Views

Hallo Otto,

ich habe mir das verlinkte Video nicht angesehen, weil es müßig ist, sich darüber Gedanken zu machen, ob die kleine Menschheit so große Sachen wie die Luftströmungen auf der Nordhalbkugel beinflussen könnte. Die werden eher durch richtig Gewaltiges wie zum Beispiel dem Beaufort Gyre beeinflusst.

Ich wollte lediglich bestätigen, dass so eine lange Ostlage überhaupt nichts Neues ist, denn das "Beast from the East" ist hier bei uns ein stehender Begriff. Immer, wenn man denkt, es wird Frühling und man könnte die Sonne ein wenig genießen, fegt ein kalter ruppiger Ostwind durch die Gegend, tagelang oder länger. Ob nun im März oder April, es ist schon immer so gewesen. Ohne Krieg ist es den Suchern nach dem Bösen, was von Osten kommt, bisher nur nicht aufgefallen.

MFG
Ankawor

--
Zu jeder Zeit geht unter,
was träge ist und faul.
Stillschweigend schafft der Meister,
der Stümper braucht das Maul.

Ich bin gerade hier (Nähe holländische Grenze) mit dem Fahrrad zum Büro gefahren, und hab mir gedacht "Wow, das ist kalt heute. Ostwind: Putin ist schuld!" - aber das als Scherz für mich selber. owT

BerndBorchert @, Montag, 25.04.2022, 11:34 vor 1387 Tagen @ Otto Lidenbrock 3350 Views

Ich verneige mich ergebenst vor Dir !

der_Chris @, Nördl. Ruhrgebiet, Montag, 25.04.2022, 11:50 vor 1387 Tagen @ Otto Lidenbrock 4137 Views

Lieber Otto,

in den letzten Tagen habe ich mit einer Vielzahl von Leuten gesprochen, exakt dein angesprochenes Thema.[[top]]

Seit mehr als 14 Tagen (davor habe ich das möglicherweise nicht so intensiv wahrgenommen), haben wir hier an der Grenze zum Münsterland OSTwind.

Und im Gegensatz zu den anderen kann ich dir versichern: In den letzte 15 Jahren war das NIE der Fall!

Gestern sagte ich meiner Frau, wir können uns glücklich schätzen, diese Wetterlage nicht im Januar gehabt zu haben, denn dann wären wir bei -15 Grad gelandet, ernsthaften Frost hatten wir diesen Winter nämlich nicht.
Trotz Sonnenschein, blauem Himmel und 17 Grad hat der Ostwind echt reingehauen. Ungemütlich bei der Gartenarbeit.

Unser Wohnzimmer ist auf der Ostseite und in unserem alten Hof konnte man vom Wohnzimmer über die Küche zum Hauswirtschaftsraum das Temperaturgefälle im Haus deutlich wahrnehmen.

Wie gesagt, das war mir Mitte April bis dato unbekannt.

--
Gruß
Der_Chris

Verhaltensregeln gegenüber deutschen Politkern:
*Verachten* Auslachen* Verhöhnen* Ignorieren*
Und niemals Aufmerksamkeit schenken!

Als Jogger kann ich folgendes berichten

mawa99, Montag, 25.04.2022, 13:54 vor 1386 Tagen @ der_Chris 3687 Views

Noch nie in den Jahren zuvor hatte ich so oft Ost Nordost Wind im Gesicht wie dieses Jahr. Es ist immer die selbe Strecke und ein guter Teil ( ca.2km ) ist auf einer Anhöhe und führt mich genau von West->Ost. Normalerweise hat man hier den Wind, der eben auf dieser Anhöhe immer etwas mehr bläst, im Rücken aber seit einigen Wochen nur noch von Ost Nordost im Gesicht. In den vergangen Jahren waren das sehr seltene Tage. Achso, ich laufe an 6 von 7 Tagen in der Woche.

Am Wochenende habe ich ein Schuppendach repariert ( bin kein Dachdecker aber ehe da einer kommt hilft/macht man eben selber ) und obwohl am Boden bei 17 Grad man kurzärmlich herumlaufen konnte hatte ich auf dem Dach in nur zwei bis drei Meter Höhe langärmlich an und meine Winterkopfbedeckung auf. Der Wind auch hier wie mir von Besitzer des Schuppens bestätigt wurde normalerweise immer von West Nordwest aber an diesem Tag auch wieder Nord Nordost.

Ich habe dieses Thema zwar für mich immer mal so hingenommen aber so richtig drüber nachgedacht habe ich erst mit dem heutigen Beitrag hier.

Ich will da jetzt auch gar nichts hinein interpretieren aber eben sagen NEIN die letzten Jahre war das eben nicht so.

Die letzte Zeit, wo ich mich erinnere, dass wir so eine lange Ostwindperiode hatten

Mephistopheles, Montag, 25.04.2022, 15:50 vor 1386 Tagen @ mawa99 3111 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 25.04.2022, 16:00

Noch nie in den Jahren zuvor hatte ich so oft Ost Nordost Wind im Gesicht wie dieses Jahr. Es ist immer die selbe Strecke und ein guter Teil ( ca.2km ) ist auf einer Anhöhe und führt mich genau von West->Ost. Normalerweise hat man hier den Wind, der eben auf dieser Anhöhe immer etwas mehr bläst, im Rücken aber seit einigen Wochen nur noch von Ost Nordost im Gesicht. In den vergangen Jahren waren das sehr seltene Tage. Achso, ich laufe an 6 von 7 Tagen in der Woche.

...war Ene April/Anfang Mai 1986.

Danach, nach der ersten Maiwoche, drehte der Wind und es regenete den ganzen Staub ab und die Luft war wieder klar und rein und wir durften keine Frischmilch trinken, nur H-Milch. Und Schwammerl und Maroni waren auch verboten. Und kein Wildschweinschweinebraten.

Die sich daran gehalten haben, haben es überlebt - die anderen, die sich nicht daran gehalten haben, ebenfalls. Reine Trotzreaktion.

Zum Glück hatte Petrus ein Einsehen und es regnete nur da, wo die Schwammerl wachsen und die Wildschweine hausen. Da, wo aber die Kühe grasten und Schweínefutter wächast, das war weniger betroffen. Somit konnten wir bald wieder Frischmilch trinken und das rettete uns das Leben. So lange die ekelige H-Milch hätte ich wohl nicht überlebt.

Gruß Mephistopheles

Wochenlanger Nordost- bis Ostwind im Frühjahr ist hier im Nordosten Deutschlands nichts ungewöhnliches.

Plancius @, Montag, 25.04.2022, 11:51 vor 1387 Tagen @ Otto Lidenbrock 3611 Views

Nur kam dieses Jahr die stabile Nordostwindwetterlage bereits im März. Soviel Sonnenschein im März hat es hier noch nie gegeben - und keinen einzigen Tag Niederschlag.

Auch der April in diesem Jahr ist recht sonnig mit einer stabilen Nordostwindwetterlage.

Allerdings haben wir dieses Jahr trotz viel Sonne den kältesten Frühling seit vielen Jahren mit einem permanenten kalten Nordostwind. Der März wartete mit vielen kalten, frostigen Nächten auf und auch der April ist permanent kalt.

Gewöhnlich haben wir sowohl im März als auch im April 50% verhältnismäßig warme und 50% kalte Perioden. Dieses Jahr ist es aber so kalt, dass wir noch kein einziges mal draußen sitzen konnten. Das war in den vergangenen Jahren an windgeschützten Plätzen schon mal möglich.

Überhaupt werden seit 2018 die Frühjahre tendenziell immer kälter, was in zum großen Teil auf den permanenten kalten Nordost- bis Ostwind von März bis Mai zurückzuführen ist. In den vergangenen Jahren bis 2018 drehte der Wind in den Wärmeperioden mal auf Südwest bis Südost, aber jetzt weht der Wind ständig aus nordöst- bis östlichen Richtungen und fegt über die kalte Ostsee.

Trotz viel Sonnenschein ist es wegen der beißenden Kälte unangenehm draußen. Gestern z.B. Höchsttemperatur 10°C, definitiv zu kalt für diese Jahreszeit.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER

Na Gott sei Dank hat vorgestern und gestern der Wind wieder gedreht. (mT)

DT @, Montag, 25.04.2022, 12:19 vor 1387 Tagen @ Otto Lidenbrock 3548 Views

Und es hat massig viel geregnet.

Heißt das jetzt, daß
a) der Krieg in der Ukraine gedreht hat
b) Putin oder die Amis das "HAARP" abgeschaltet haben?

Otto, wenn Du seit 50 Jahre da wohnst (der Kollege hier hatte recht, daß Du NIEMALS wegziehen wirst, weder Schweiz noch sonstwo hin) müßtest Du wissen, daß das Wetter im Frühjahr mal naß und mal trocken sein kann. Vor zwei Jahren hatten die Bauern zum Beispiel massive Probleme beim Aufgang des Sommergetreides (Raps, Sommergerste).

DT

PS: Hier kannst Du ja mal die Tabelle durchschauen für Deinen Ort.
http://www.wettergefahren-fruehwarnung.de/Artikel/dek_xn_07.html

Bei uns kommt der Wind immer noch aus Nordost und geregnet hat es das letzte Mal vor zwei Wochen (owT)

Otto Lidenbrock, Montag, 25.04.2022, 14:03 vor 1386 Tagen @ DT 2716 Views

Bei all dem Ostwind frage ich mich, woher kam dann der wochenlange Sahara-Staub?

Andree @, Montag, 25.04.2022, 16:03 vor 1386 Tagen @ Otto Lidenbrock 3119 Views

Oder haben die Verschwörungstheoretiker recht, dass es "nur" ein angeblicher Sahara-Staub war, aus der Büchse des ´Geo-Engineerings´, genannt Weltklima-Rat.
Oder es war davon in nördlicheren Breiten (bin südlich des Alpenkammes) wenig zu spüren. Auch hier gab es die letzten 2 Wochen Winde aus dem Osten, aber der Staub in der Luft ist erst heute verweht!

Normales Tschernobylwetter wie 1986 (heute Jahrestag)

solstitium @, Dienstag, 26.04.2022, 01:15 vor 1386 Tagen @ Otto Lidenbrock 2535 Views

bearbeitet von solstitium, Dienstag, 26.04.2022, 01:19

....weil unmittelbar darauf zieht die Wolke über????

Westeuropa!

Und das war schwerlich ohne struktustarken nachhaltigen Ostwind möglich.
Jedoch:
Es war ein sommerliches Wetter, weil Leute in den Gärten lagen, und alsdann mit Schilddrüsenschwellungen sich in den Krankenhäusern einfanden (Verseuchung mit radionaktivem Jod (wie sind die allgemeinen Jodtablettenvorräte, mal kurz zwischengefragt?))

Ja, und da Tschernobyl bekanntlich in der Ukraine liegt, eine "Neverending Story" sozusagen.

36 Jahre - das war früher ein Menschenleben, als wir noch im Busch lebten (ja kommt wieder, wenn die Spacken im Ramstein ihre IQ Werte wetteifern gegenseitig zu unterbieten, also für die, die Jodtabletten dabeihatten)

Tja, und sonst so?

Ach ja ,der Ostwind - richtig erklecklich fürn n paar Gammastrahlerexperimente in der Atmosphäre in Osteuropa, oder wie seht ihr das?

Wer es immernoch nicht checkt:

Wenn der Ami mit Nukes auf die Russen zielt, tötet er uns!

Da braucht der Russe rein GAR NICHTS machen.

Ja nur ABC Spezialisten am Start in Ramstein, oder?

Der Strahlentod ist jetzt nicht grad einer der beliebtesten Todesarten kann ich Euch sagen.
Faktisch bereut man da konkret, nicht den Lichtblitz direkt miterlebt zu haben!

Kennt eigentlich wer die aktuellen Atom-U-Boot Positionen der Russen in den Weltmeeren?

Ha, vielleicht braucht man nicht mal die, und die Nukes sind schon für das Sacharov Szenario " positioniert.

Dann legt Euch schonmal die Schwimmreifen zurecht, ihr Washingtonnisten!
Aber die grossen weil Sacharovszenario de geht locker flockig erstmal 500m nach oben, und wieder runter, und wieder hoch, hei ist das lustig!

Und das für die Gesamtbevölkerung bis hin zum Mittleren Westen, was für eine Spassbadegesellschaft - es frohlockt mich schon vor lauter Vorfreude!


Oder findet den Absprung ihr Vollidioten heute in Ramstein, und schleicht Euch!

Schwört Eurem Gott Mammon einfach ab, er war, ist und bleibt der eigentliche Satan!

Und den Ostwind, macht sein Gegenpart und die Jünger seines Gegenparts genauso!

Wäre noch die Frage im Raum, lief 1986 vielleicht auch ein Wetterexperiment in Tschernobyl, ....und sprengte die AKW Kapazität vielleicht?

Denn das Haarp- Äquivalent, lustigerweise auch in Tschernobyl beheimatet (was für ein Zufall aber auch) das soll angeblich sowas können.

Na ja ich sag mal so, ich weiß von nichts!

--
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=568547
[image]

"...nein, wer NICHT kämpfen will, der fällt genauso!"
(Zur Erklärung, man "fällt" im Krieg, ohne Krieg hieße es man stirbt!)

Ich stimme Dir zu ..

Mirko2, Dienstag, 26.04.2022, 05:07 vor 1386 Tagen @ solstitium 2477 Views

Kennt eigentlich wer die aktuellen Atom-U-Boot Positionen der Russen in den Weltmeeren?

Habe ich schon vor Weihnachten hier geschrieben:
Die Russen sind nicht nur auf Kreuzfahrt vor der Küste der Amis und haben nur Wodka an Bord, ein einziges U-Boot könnte den das Licht abdrehen. Auch die Amis tuckern in der Nord/Ostsee vor sich herum.

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