Wertewesten Definition (weil es hier gerade passt)

Mephistopheles, Mittwoch, 20.04.2022, 10:41 (vor 1391 Tagen) @ Mephistopheles1662 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 20.04.2022, 11:14

Normalerweise benötigt ein Staat etwa 10% des erwirtschafteten BIP für seinen Unterhalt. Der biblische "Zehnte". Wobei 5% für das Militär und 5% für die Verwaltung draufgehen.

Voraussetzung ist aber eine Eigentümergesellschaft, in der der weit überwiegende Teil der Bevölkerung sich durch die Bewirtschaftung seines Eigentums ernähren kann.
Die Alternative lautet Sklaverei.

Der Wertewesten hat die Eigentümer (siehe meine Signatur) abgeschafft, trotzdem aber die Sklaverei noch nicht wieder eingeführt. Deswegen Wertewesten. Trotzdem die meisten Bürger über kein ausreichendes Eigentum verfügen, um sich durch dessen Bewirtschaftung zu erhalten, werden sie nicht versklavt. Jedenfalls nicht umfassend, sondern eher theoretisch (Arbeitspflicht). Dafür benötigt er fast die Hälfte des BIP, um die eigentumslosen Massen versorgen zu können. Fast die Hälfte geht nur deswegen, wo großzügig auf die 5% fürs Militär, also den Selbsterhalt des Staates, verzichtet bzw. dieser outgesourced wird. Diese 50% satt der üblichen 10% des erwirtschafteten Einkommens müssen uns die westlichen Werte doch wert sein (sind es offenbar auch. Wir schöpfen schließlich aus dem Vollen).

Wie sich das in Zukunft entwickeln wird und der Staat nicht mehr aus scheinbar unerschöpflichen Resourcen schöpfen kann, werden wir bald erleben.

Gruß Mephistopheles


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