Neuvorstellung: Rheingold

Rheingold, Donnerstag, 14.04.2022, 17:46 vor 1397 Tagen 4350 Views

Ich dürfte so um 2005 zum Gelben Forum gestoßen sein. Wie kam es dazu?

Irgendwann fragte ich mich eher zufällig, was ist denn eigentlich Geld? Zu meiner persönlichen Bestürzung stellte ich fest, dass ich diese Frage nicht beantworten konnte. Da dachte ich, schlag es bei google nach, dann weißt Du es. Dort stellte ich aber fest, es scheint keiner zu wissen, was Geld eigentlich ist.

Ab da begann eine Reise ähnlich der der Alice, die sich immer tiefer im Wunderland verstrickte.

Besonders geholfen hatte mir auf dieser Reise, dass ich auf dieses Forum stieß, mich darüber intensiv mit dem Debitismus beschäftigen konnte.

Wichtig waren in diesem Werdegang eines beginnenden Geldverständnis sicher auch:

So wertvoll der Debitismus als Erklärungsmodell für unser herrschendes Geldsystem ist, so zeigt er doch keine Lösung auf.

Also hab ich mich daran gemacht, eine Lösung zu entwerfen. 

Ich larvierte es als Kunstprojekt, da mir klar war, dass die politischen Implikationen nicht ohne sind und nannte es Rheingold

Es hatte einen erstaunlichen Erfolg bei den Medien, die FAZ gab dem Projekt eine ganze Titelseite im Feuilleton, jedes Lokalblatt brachte das Projekt in höchsten Tönen farbig auf ihre Titelseiten, das Fernsehen war mehrfach da. Auch das Ausland berichtete fleißig.

Allerdings erhielt ich auch heftigen Gegenwind, insbesondere von der BILD, dann auch von RTL und Stern. Ich lernte über dieses Projekt auch, wie Geheimdienste so zu arbeiten pflegen.

Ein wenig verwundert war ich, dass es mir nicht einmal gegenüber Fachjournalisten gelang, das Rheingold-Prinzip verständlich zu machen. Es war völlig egal, was ich tatsächlich sagte, gedanklich verarbeitet wurde hartnäckig nur sachlich Falsches. 

Das Rheingold thematisiert die Geldschöpfung, das bedeutet, dass wir Rheingolder unser eigenes Geld schöpfen, einkaufend Nachfrage nach unseren eigenen Produkten und Dienstleistungen schaffen und uns so leistend in Wohlstand schwingen.

Verstanden wurde allerdings nur, der Rheingold Kurator wechsele Euro in Rheingold. Das ist nie passiert und ist auch beim Rheingold völlig unnötig.

Es gelang mir selbst bei den Verwendern nicht, begreiflich zu machen, dass sie ihr eigenes Geld schaffen. Da scheint es eine gedankliche Sperre zu geben, die das Verständnis von Geld verhindert. 

Insofern blieb dem Projekt bislang bei aller toller Presse leider der durchschlagende Erfolg versagt.

Die Webseite zu dem (zur Zeit ruhendem) Projekt kann man hier finden:

https://www.rheingold.org

In einem weiteren Posting werde ich erläutern, wie dieses Projekt inhaltlich und technisch funktioniert und wie stark es mit dem Debitismus verbunden ist.

____________

Kurz zu meiner Person:

Aufgewachsen in einer sehr unbürgerlichen Familie. Meine Eltern waren stark in der Kunst- und Musikszene aktiv, betrieben eine Art Vorläufer, was man heute als Diskothek kennt, seinerzeit aber als bewußtseinserweiterndes Kunst- und Gesamterlebnis gedacht war.

Eröffnet wurde es 1967, deswegen ist mir, obwohl mit Jahrgang 1961 dafür eigentlich zu jung, die Atmosphäre der 68er Aufbruchsbewegung vertraut. Kraftwerk trat dort zum ersten Mal auf, Frank Zappa zu Hause beim Frühstück, wenn der in Deutschland tourte.

Hier mal ein Fernsehbericht aus der Zeit ab Minute 5:40 

https://www.youtube.com/watch?v=9NAdd31_W38&t=425s

Spoerri entwickelte dort seine ersten Fallenbilder.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fallenbild

Meine Mutter betrieb eine Art Salon, bei Festen wurde dann bis nachts um 3 Uhr diskutiert, anwesend tout la scene.

Der Nagelkünstler Uecker übergoß dort mal mein Klavier mit Farbe und benagelte es.
https://www.flickr.com/photos/jkannenberg/7698277134

Dennoch gleichzeitig sehr bürgerlich

Im familiären Hintergrund mütterlicherseits streng katholisch, väterlicherseits streng preussisch-protestantisch. Für die durch meine Eltern gewollte "Mischehe" brauchte es die Erlaubnis der Großväter. (Bedingung, Kinder werden katholisch erzogen).
Besuch eines altsprachlichen Gymnasium mit Latein und Griechisch.
Danach über die Freimaurer Loge Rotary in die USA, macro-economics studiert, deswegen sind mir die seinerzeit populären neoliberalen Figuren wie Ayn Rand, Milton Friedman usw. vertraut.
Danach Szene-Kneipen eröffnet, danach eng mit Japanern für Matsushita gearbeitet, danach Ausstellungen für NRW in den Nationalmuseen In Ostasiens kuratiert. PR-fördernd wurde in Hong Kong das Beuys Werk der Ausstellung beschlagnahmt und ich für allerlei politische Intrigen mißbraucht (Freiheit der Kunst!)

Ferien verbrachte ich auf Schloß Malberg, das seinerzeit von den Malbergs als Pension betrieben wurde. Es herrschte dort eine belesene Atmosphäre mit Fernsehverbot, einträchtig saßen im Salon beispielsweise ein Ex-General der Legion Condor zusammen mit einer Ex von Mitscherlich, was aufregende Diskussionen garantierte. Dort wurde ich an die Literatur herangeführt, insbesondere Novalis war mein Spezi. Erst später erkannte ich, wie stark Novalis geldpolitische Zusammenhänge vertraut waren und wie engagiert er gegen Adam Smith und Malthus Thesen ankämpfte.
https://www.schloss-malberg.de/start

Generationstechnisch gehöre ich zu den Kindern vom Bahnhof Zoo, die sind alle mein Alter gewesen. Das ist mir auch autobiographisch wichtig, weil ich von Kind zu Teenager miterleben konnte, wie aus der aufklärerisch gemeinten bewußtseinserweiternden Bewegung alles in ein Heroin Fiasko mündete, das gerade die Jugendlichen meiner Generation betraf.
Das Sound in Berlin, aus dem heraus sich das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" entwickelte, war eine Kopie des Ladens meiner Eltern, begründet von einem Stammgast.

Willkommen,

Rain @, Donnerstag, 14.04.2022, 18:01 vor 1397 Tagen @ Rheingold 2896 Views

lieber Rheingold!

Das klingt ja hochspannend, was Du von Dir erzählst.

Ich bin auf Weiteres gespannt!

Beste Grüsse


Rain

--
Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Willkommen, es grüsst Dich der eastman,

eastman @, Paltz, Donnerstag, 14.04.2022, 18:03 vor 1397 Tagen @ Rheingold 2941 Views

Du hast ja eine tolle Geschichte hinterlegt, bravo! Deine Netzseite habe ich mir angeschaut. Vielleichst später mal etwas dazu. "Alice" - nimm doch die mal von der AFD <img src=" /> . Also, willkommen im Club, wenn ich das so sagen darf.

--
Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Eine spannende Geschichte. Es wäre schön, wenn du uns mehr über die Geldschöpfung "Rheingold" erzählen würdest.

Olivia @, Donnerstag, 14.04.2022, 18:36 vor 1397 Tagen @ eastman 2734 Views

Willkommen.

--
For entertainment purposes only.

Dazu gibt es ein wenig auch im alten Forum

Miesepeter @, Donnerstag, 14.04.2022, 19:09 vor 1397 Tagen @ Olivia 2930 Views

siehe hier
wobei ich mal vermute, dass die Leserzuschriften von Rheingold selbst kamen.

Gruss,
mp

:-) Danke! oT

Olivia @, Donnerstag, 14.04.2022, 19:46 vor 1396 Tagen @ Miesepeter 2414 Views

.....

--
For entertainment purposes only.

Willkommen, und gleich ne Frage

Miesepeter @, Donnerstag, 14.04.2022, 20:00 vor 1396 Tagen @ Rheingold 2876 Views

bearbeitet von Miesepeter, Donnerstag, 14.04.2022, 20:18

Hallo Rheingold,

willkommen hier als Poster, besser zu spät als nie, inzwischen ist die Gelddiskussion in diesem Forum ja an ihre Grenzen gestossen, bin mal gespannt, ob Du (im Rheinland duzt man sich, oder?) das wirst ändern können.

Dort stellte ich aber fest, es scheint keiner zu wissen, was Geld eigentlich ist.
Ab da begann eine Reise ähnlich der der Alice, die sich immer tiefer im Wunderland verstrickte.
Besonders geholfen hatte mir auf dieser Reise, dass ich auf dieses Forum stieß, mich darüber intensiv mit dem Debitismus beschäftigen konnte.

Das ging vielen so!

So wertvoll der Debitismus als Erklärungsmodell für unser herrschendes Geldsystem ist, so zeigt er doch keine Lösung auf.
Also hab ich mich daran gemacht, eine Lösung zu entwerfen. 

Mutig [[applaus]]. Bei komplexeren Angelegenheiten ist es allerdings nicht ungewöhnlich, dass nicht jeder, und erst recht nicht gleich der erste Schuss sitzt....

Es hatte einen erstaunlichen Erfolg bei den Medien, die FAZ gab dem Projekt eine ganze Titelseite im Feuilleton, jedes Lokalblatt brachte das Projekt in höchsten Tönen farbig auf ihre Titelseiten, das Fernsehen war mehrfach da. Auch das Ausland berichtete fleißig.

[[top]] Soviel Reichweite hat das DGF nicht zustande bekommen.

Das Rheingold thematisiert die Geldschöpfung, das bedeutet, dass wir Rheingolder unser eigenes Geld schöpfen, einkaufend Nachfrage nach unseren eigenen Produkten und Dienstleistungen schaffen und uns so leistend in Wohlstand schwingen.

Es gelang mir selbst bei den Verwendern nicht, begreiflich zu machen, dass sie ihr eigenes Geld schaffen. Da scheint es eine gedankliche Sperre zu geben, die das Verständnis von Geld verhindert. 

In einem weiteren Posting werde ich erläutern, wie dieses Projekt inhaltlich und technisch funktioniert und wie stark es mit dem Debitismus verbunden ist.

Dem möchte ich auf keinen Fall vorgreifen und warte das mit grossem Interesse ab. Ich habe kurz einmal die Diskussionen im alten Forum überflogen, und daraus würde ich folgenden neuralgische Punkt nennen wollen, der den Rheingold aus meiner Sicht gegenüber Geld erheblich benachteiligt:

1) RG ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern ein Tauschmittel. Es ist also nicht allgemein gültig, sondern zirkuliert nur innerhalb einer Tauschergemeinschaft, und auch dort nur auf freiweilliger bzw eingeschränkter Basis - niemand ist verpflichtet, RG für alle seine wirtschaftlichen Transaktionen anzunehmen, sondern nur für bestimmte Angebote, die ausdrücklich zum Tausch / gegen RG angeboten werden

Im Gegensatz zu Geld: jedermann ist verpflichtet, das GZ für sämtliche wirtschaftliche Transaktionen als Zahlungsmittel anzunehmen. Darüber hinaus hat jedermann schulden/Verpflichtungen, die zwingend in GZ zu erfüllen sind - er muss also ausreichend Angebote in GZ machen, um ausreichend GZ zu erhalten

Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Dem RG fehlt der allgemeine Zwang zu seiner Verwendung, die Verschuldung und daraus erwachsend auch der Leistungszwang. Wie hier im DGF breit dargelegt wurde (auf Basis der machttheoretischen Betrachtungen von Dottore) ist es aber der Zwang, der Wirtschaften erst in Gang bringt und aufrechterhält. Das freiwillige Tauschen führt eben nicht dazu, sich gegenseitig in Wohlstand zu tauschen. Ohne Zwang findet Wirtschaften nicht statt - zumindest nicht über einem rudimentären Level, wie es in Stammesgesellschaften zu beobachten ist.

Deine Rheingold-Erfahrung scheint das auch zu bestätigen, vielleicht kannst Du in Deinem kommenden Posting dazu auch Deine Gedanken mal darlegen.


____________

Ansonsten: abenteuerliche Vita, herzlichen Glückwunsch. Die erste Frage, die mir dabei sofort in den Sinn kommt: wie gehst Du damit um, dass wir heute eine Zeitenwende erleben, die eine Richtung einnimmt, die all den ultraliberalen, anarchischen, toleranten und sensuellen Werten, die Du offensichtlich gelebt hast, diametral entgegengesetzt ist?

Gruss,
mp

Kryptowährungen?

Talleyrand ⌂ @, Donnerstag, 14.04.2022, 20:40 vor 1396 Tagen @ Rheingold 2835 Views

Willkommen, Rheingold!

Hochspannende Biographie! Mit sovielen zeitgeschichtlichen Verknüpfungen...
Filmreif...

Mich würde interessieren, ob Du Kryptowährungen kennst?
Dort wird nämlich genau das betrieben, was Du mit Rheingold machst.
Sogar die von Miesespeter angesprochene Exklusivität ist innerhalb einer Blockchain gegeben. Wenn ich z.B. in der Ethereum-Blockchain zugange sein will, zahle ich ETH für jede Transaktion.

Auf einen interessanten Austausch

Talleyrand

--
https://talleyrandssudelbuch.art.blog

BitCoin ziemlich schon von Anfang an verfolgt

Rheingold, Donnerstag, 14.04.2022, 21:59 vor 1396 Tagen @ Talleyrand 2910 Views

Meines Erachtens gab es da Bitcoin noch für 4 Euro, später dann 80 Euro.

Hatte seinerzeit mit mehreren Cracks, die sich für Bitcoin engagierten, stundenlang diskutiert.

Aus meiner Sicht gibt es viele Pluspunkte beim Bitcoin, aber eben auch starke Minuspunkte. im Fazit halte ich Bitcoin für eine ideale Ergänzung zum Rheingold.

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten würde ich gerne in einem eigenen Thread darstellen, wenn das ok ist, Die Minuspunkte sollten gerade in debitistischen Zusammenhängen interessant sein, weil sie so gut wie gar nicht thematisiert werden.

Zur Zeitenwende

Rheingold, Donnerstag, 14.04.2022, 22:27 vor 1396 Tagen @ Miesepeter 2888 Views

wie gehst Du damit um, dass wir heute eine Zeitenwende erleben, die eine Richtung einnimmt, die all den ultraliberalen, anarchischen, toleranten und sensuellen Werten, die Du offensichtlich gelebt hast, diametral entgegengesetzt ist?

Die Musik, die gespielt wurde, war tatsächlich anarchischer Underground zu Anfang. Mein Vater ließ seine DJs nach London fliegen, um Schallplatten einzukaufen, sie gab es hier nicht.

Ich hatte keine Musikwiedergabe Möglichkeit im Kinderzimmer, denn wenn ich Musik hören wollte, ging ich in den Laden meiner Eltern, da war der Sound besser, man konnte tanzen und die Getränke waren für mich umsonst.

Da ich Englisch erst ab Quarta hatte, verstand ich die Texte nicht. Allerdings, wenn ich sie mal verstand oder auf Schallplattenhüllen las, war ich befremdet. Ich hab das als kognitive Dissonaz so über Jahre stehen lassen bis ca 2008, als es eine Welle von youtube Videos gab von Leuten, die sich dieser Musiktexte annahmen und ihre okkulten verstörenden Aussagen dechiffrierten.

Insbesondere einer tat sich dabei mit Videos höchster Qualität hervor, Lenon Honor, ein Afro-Amerikaner mit teils indianischer Abstammung.

Er hatte, und damit sind wir wieder beim Forumsthema, sich zwei Musikstücke von Rihanna und Jay-Z vorgenommen, die die Finanzkrise in ihren Songs textlich schon vorweggenommen hatten, bevor die Finanzkrise eintrat. Natürlich sind diese Videos von L.Honor alle inzwischen der Zensur zum Opfer gefallen und verschwunden. Einen Torso von Lenon Honors Video habe ich hier gefunden.

https://www.youtube.com/watch?v=Vk84fmjH-zo&t=324s (nur 8 Minuten)

Ich tendiere deswegen rückblickend eher dazu, dass meine Eltern schlicht eine integrale Rolle spielten und unbewußt eine Agenda förderten, die mit Liberalität usw. nichts zu tun hat.

Die zwei Songs von Rihanna und Jay-Z sind übrigens von der Produktionsfirma Rock-A-Fella veröffentlicht worden. :-)

Interessante Geschichten .....

NST @, Südthailand, Freitag, 15.04.2022, 05:36 vor 1396 Tagen @ Rheingold 2680 Views

bearbeitet von NST, Freitag, 15.04.2022, 05:45

Generationstechnisch gehöre ich zu den Kindern vom Bahnhof Zoo, die sind alle mein Alter gewesen. Das ist mir auch autobiographisch wichtig, weil ich von Kind zu Teenager miterleben konnte, wie aus der aufklärerisch gemeinten bewußtseinserweiternden Bewegung alles in ein Heroin Fiasko mündete, das gerade die Jugendlichen meiner Generation betraf.
Das Sound in Berlin, aus dem heraus sich das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" entwickelte, war eine Kopie des Ladens meiner Eltern, begründet von einem Stammgast.

Als Vierzehnjähriger trampte ich mit einem Freund vom Bodensee nach Berlin - um in den Sound zu kommen. :-P --- so war das damals, als ich von der Provinz kam. Die damalige Musikanlage dort - war das NonPlusUltra .... und die H-Szene ebenso. David Bowie usw.
Ungefähr ein Jahr später fand ich meine Bestimmung ..... die lag damals beim Karate, sonst wäre ich im Sound Feeling wohl untergegangen.

Die Musik, die gespielt wurde, war tatsächlich anarchischer Underground zu Anfang. Mein Vater ließ seine DJs nach London fliegen, um Schallplatten einzukaufen, sie gab es hier nicht.

Die meisten aus meiner Generation sind dem Sound Feeling erlegen - diese repräsentieren heute die solide 80% Blockwählerschaft, die alles am Laufen halten und heute Leute wie Putin tot sehen wollen.
Da stellt sich automatisch die Frage - wie anarchistisch war der damalige Underground überhaupt?

Man kann die Frage auch gleich beantworten - überhaupt nicht!

Ich tendiere deswegen rückblickend eher dazu, dass meine Eltern schlicht eine integrale Rolle spielten und unbewußt eine Agenda förderten, die mit Liberalität usw. nichts zu tun hat.

Es kann auch sein, dass Liberalität nicht das ist, was es vorgibt zu sein. Niemand stellt die Liberalität in Frage - es ist das GUTE.

Wenn ich mich richtig erinnere hat Putin in diversen Beiträge, sich negativ zur Liberalität geäussert - so suggeriert mir meine Erinnerung.

Was ich jetzt interessant finde, dass du dich mit der Thematik -GELD- auseinandersetzten tust - mit deiner Vorgeschichte die wirklich eine Besonderheit darstellt. Der zentrale Kern müsste doch die Freiheit und Liberalität sein, die das Geld symbolisiert - im Idealfall. Liege ich damit richtig?

Ich warte mal ab, was du darauf antwortest. :-)
Ansonsten verlinke noch Videos aus den Nostalgie Zeiten - da hast du sicher noch einiges auf Lager. Zu Frankie Zappa - der stammt ja aus dem MK-Ultra Projekt - bei Noviso gibt es da einige gute Beiträge - vom langhaarigen Spezialisten für Popkultur - Name ist mir entfallen - Stichwort: Laurel Canyon. Vielleicht hast du dazu sogar eigene Erfahrungen.

Willkommen im Klub der toten Dxxxxxx
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Opa erzählt schon wieder vom Krieg...

Mephistopheles, Freitag, 15.04.2022, 09:44 vor 1396 Tagen @ NST 2559 Views

Als Vierzehnjähriger trampte ich mit einem Freund vom Bodensee nach Berlin - um in den Sound zu kommen. :-P --- so war das damals, als ich von der Provinz kam. Die damalige Musikanlage dort - war das NonPlusUltra .... und die H-Szene ebenso. David Bowie usw.
Ungefähr ein Jahr später fand ich meine Bestimmung ..... die lag damals beim Karate, sonst wäre ich im Sound Feeling wohl untergegangen.

Die meisten aus meiner Generation sind dem Sound Feeling erlegen - diese repräsentieren heute die solide 80% Blockwählerschaft, die alles am Laufen halten und heute Leute wie Putin tot sehen wollen.
Da stellt sich automatisch die Frage - wie anarchistisch war der damalige Underground überhaupt?

Man kann die Frage auch gleich beantworten - überhaupt nicht!

Es kann auch sein, dass Liberalität nicht das ist, was es vorgibt zu sein. Niemand stellt die Liberalität in Frage - es ist das GUTE.

Wenn ich mich richtig erinnere hat Putin in diversen Beiträge, sich negativ zur Liberalität geäussert - so suggeriert mir meine Erinnerung.

Was ich jetzt interessant finde, dass du dich mit der Thematik -GELD- auseinandersetzten tust - mit deiner Vorgeschichte die wirklich eine Besonderheit darstellt. Der zentrale Kern müsste doch die Freiheit und Liberalität sein, die das Geld symbolisiert - im Idealfall. Liege ich damit richtig?

Ich warte mal ab, was du darauf antwortest. :-)

...und wie man ihn doch noch hätte gewinnen können, wenn...

Gruß Mephistopheles

Herzlich willkommen! Geld ist wie ein Eisberg. Den größten Teil sieht man nicht.

Mephistopheles, Freitag, 15.04.2022, 10:26 vor 1396 Tagen @ Rheingold 2387 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Freitag, 15.04.2022, 10:30

Ich dürfte so um 2005 zum Gelben Forum gestoßen sein. Wie kam es dazu?

Irgendwann fragte ich mich eher zufällig, was ist denn eigentlich Geld? Zu meiner persönlichen Bestürzung stellte ich fest, dass ich diese Frage nicht beantworten konnte. Da dachte ich, schlag es bei google nach, dann weißt Du es. Dort stellte ich aber fest, es scheint keiner zu wissen, was Geld eigentlich ist.

Ab da begann eine Reise ähnlich der der Alice, die sich immer tiefer im Wunderland verstrickte.

Besonders geholfen hatte mir auf dieser Reise, dass ich auf dieses Forum stieß, mich darüber intensiv mit dem Debitismus beschäftigen konnte.

Wichtig waren in diesem Werdegang eines beginnenden Geldverständnis sicher auch:

So wertvoll der Debitismus als Erklärungsmodell für unser herrschendes Geldsystem ist, so zeigt er doch keine Lösung auf.

Also hab ich mich daran gemacht, eine Lösung zu entwerfen. 

Eine Lösung für welches Problem?

Dabei ist unser Geld selbst eine Lösung für das Problem der Tauschwirtschaft. Unsere gesamte Warenwelt, die es in der Tauschwirtschaft niemals gegeben hat, beruht auf dieser Lösung, nämlich der Vorfinanzierung. Die Vorfinanzierung ist das, was man nicht sieht, wenn man die Waren betrachtet, und doch gäbe es diese Dinge, die gesamte Warenwelt ohne die Büchse der Pandora, der Allesgebenden, ohne die Vorfinanzierung, nicht.

DIE LÖSUNG!
KAISER.

Dadurch sind unsre Mängel nicht erledigt,

Was willst du jetzt mit deiner Fastenpredigt?

Ich habe satt das ewige Wie und Wenn;

Es fehlt an Geld, nun gut, so schaff es denn.[154]

MEPHISTOPHELES.

Ich schaffe, was ihr wollt, und schaffe mehr;

Zwar ist es leicht, doch ist das Leichte schwer;

Es liegt schon da, doch um es zu erlangen,

Das ist die Kunst, wer weiß es anzufangen?

Bedenkt doch nur: in jenen Schreckensläuften,

Wo Menschenfluten Land und Volk ersäuften,

Wie der und der, so sehr es ihn erschreckte,

Sein Liebstes da- und dortwohin versteckte.

So war's von je in mächtiger Römer Zeit,

Und so fortan, bis gestern, ja bis heut.

Das alles liegt im Boden still begraben,

Der Boden ist des Kaisers, der soll's haben.

Wie wird die Vorfinanzierung mit dem Rheingold gelöst?

Gruß Mephistopheles

Staub bist du und zu Staub kehrst du zurück .....

NST @, Südthailand, Freitag, 15.04.2022, 13:00 vor 1396 Tagen @ Mephistopheles 2320 Views

bearbeitet von NST, Freitag, 15.04.2022, 13:03

.... ob du diesen Texten folgen kannst - wenn du alles ausser schwäbisch kannst ...

wohl eher nicht Des isch jo viehmässig! nur für kommende Nobelpreisgewinner geeignet.
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Novalis? Warum?

Oblomow, Montag, 18.04.2022, 22:39 vor 1392 Tagen @ Rheingold 1963 Views

bearbeitet von Oblomow, Montag, 18.04.2022, 22:47

Könntest Du noch mehr über die education sentimentale erzählen?

Welche Musik hörte und Literatur las Dein Vater/Mutter?

Wie kamst Du auf den Namen Rheingold?

J.

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